Ein Sturm, der keiner ist

Text vom 1.5.16

Wie geht es euch nach dieser Nacht? Also ehrlich, ich weiß nicht so recht, wo ich mich befinde. Nachdem schon die letzten zwei Tage so seltsam waren und noch einmal dermaßen tief gingen, empfand ich den gestrigen Abend eher noch als friedlich. Ich war draußen auf den Feldern spazieren, meinte, dass mir das mehr Erdung bringen würde und merkte schnell, dass ich irgendwie abgelenkt war. Abends dann kam erneut all das hoch, was ich endlich leben möchte und doch immer noch von außen blockiert zu werden scheint. So ging ich in die Nacht.

Erstaunt hörte ich immer wieder den Wind vor meinem Fenster. Das ging so weit, dass ich um 2.00 Uhr erwachte und das Fenster schließen musste. Irgendwie völlig erstaunt, denn es war weder Wind noch Sturm vorher gesagt. Ich verfolge ja immer noch auch all die Wetterphänomene, die immer skurriler werden. Eine Vorhersage ist sowieso nicht mehr möglich. Schaue ich heute auf die Wetterseite, sagt sie Sonne. Gehe ich später noch mal drauf, ist alles bewölkt. Und niemand scheint zu merken, dass da hinten und vorne nichts mehr stimmt. In den letzten Wochen hatten wir z.B. nur einen Tag, wo wirklich mal stahlblauer Himmel war. Da frage ich mich schon, wo sind da all die Flugzeuge mit ihren „Spuren“???

Aber zurück zum Sturm. Dieser rüttelte hier (im Harz) die ganze Nacht und lässt auch jetzt kaum zu, dass man ein Fenster öffnen kann. Es kommt mir vor, als sei das nicht nur ein einfacher Sturm, irgendwie steckt da mehr dahinter. Ich nehme was Bedrohliches war, was globales Großes, etwas, was beängstigend schwingt. Ein Sturm geht normalerweise damit einher, dass die Wolken am Himmel entlang fliegen und klar abgegrenzt erscheinen. Doch hier ist wieder mal einheits-schlieren-grau zu sehen, eine Sonne, die keine Sonne ist. Was macht man mit uns??? Was geht hier ab???

Ich komme mir in den letzten Tagen so ausgebremst vor. Ja ich weiß, die Planeten laufen rückwärts, doch geht auch das Empfinden, die Schwingungen der Planeten zu spüren, immer mehr verloren. Alles scheint sich zu vermischen und in dem Energiegemisch aufzulösen. Die Wellenbewegung nimmt immer mehr an Fahrt auf, obwohl gesagt wurde, dass es langsamer gehen soll. In einem Moment fühle ich tiefste Freude und habe das Empfinden, „jetzt geht es endlich weiter bzw. los!“ um im nächsten Moment mit Vollgas gegen eine Wand zu fahren und mich ausgebremst zu fühlen. Warum das Ganze? Wie soll man da ein Gleichgewicht halten? Geht euch das auch so?

Ich fühle in mir Verzweiflung darüber, dass so vieles nicht mehr zu spüren ist. Ich weiß, wo ich hin will, doch wie umsetzen? Ich weiß, was meine Träume sind, doch wann sind sie lebbar? Ich weiß um meine Aufgabe im Jetzt, doch warum geht es schwerer denn je? Soll das wirklich so sein?

Meine Bitten „nach oben“ verhallen irgendwo im nichts … und nun noch dieser ominöse Sturm, heute am 1. Mai, dem Monat, dem die Fülle nachgesagt wird, der uns diese Fülle im außen präsentiert, doch nimmt er uns auch endlich all die Grenzen, die uns noch davon abhalten, diese Fülle, die Freude und Leichtigkeit dauerhaft vorzuleben???

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