Es ist vorbei – Teil 2

Anschließend an meine Zeilen von gestern möchte ich noch ein wenig weiter philosophieren. Nach einem Blick nach draußen sagt mir mein Inneres, das ist ja wirklich ein Herbstfeeling, dunkel, grau und nass. Hm … nach diesem schönen Tag gestern ein enormer Unterschied … und glaubt man den Wettervorhersagen, kommt morgen wieder der Sommer … ein ziemliches Hin und Her.

Ein Hin und Her wie bei uns auch. Gefühlt in unserem Inneren geht es noch oftmals rauf und runter, sind wir dabei, Innenarbeit zu tun, anzunehmen und dann irgendwann dies nach außen zu tragen. So wie ich gestern bei den Rosen … es war ein strahlender Tag🙂 … ich fühlte mich stark, mächtig, stolz, besonders, bei mir, wollte mich zeigen, Spaß haben, genießen, sein … und so tauchte ich ein in diesen Sonnentag und floss mit, so schnell, dass ich fast nicht hinterher kam. Die Zeit verflog … und ich tauchte immer wieder in diesen eben erlebten Flow ein – grins🙂

Zwischendurch fand ein Austausch über meinen Text statt und brachte weitere Dinge, die gesagt werden wollen. Diesmal sind es Themen wie: „Wer sind wir hier?“, „Was ist unsere Aufgabe?“, „Wie können wir immer mehr die werden, die wir sind?“, „Hilft uns jemand dabei?“ und „Wenden wir uns nun nach „oben“ oder bleiben wir hier „unten“?

Ihr wisst sicher, wie die letzte Frage gemeint ist … aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es auf dem Weg ins Erwachen und Erkennen verschiedene Phasen gibt. Ich erfuhr es so, dass ich zuerst mit Menschen konfrontiert wurde, die mich aufweckten und mir Dinge erzählten, die für mich kaum vorstellbar waren. Dann kam eine Phase, wo ich die Verbindung nach „oben“, also in die geistigen Reiche erfuhr, erlebte und zutiefst genoss. Später dann durfte ich erkennen, dass es das allein nicht sein kann und ging wieder einen großen Schritt zurück … und jetzt? Jetzt bin ich dabei, alles miteinander zu vereinen und trotzdem vor allem hier auf der Erde zu sein.

Denn ich finde, auch das ist vorbei, darauf zu hören, was man uns alles so erzählt und womit wir (immer noch) hingehalten werden. Zumindest ist das mein Empfinden. Es gibt so viele Botschaften im Netz, nur woher kommen diese? Wer empfängt sie und wie rein sind sie? Diese Fragen darf sich jeder selbst stellen. Ich merke, dass ich zunehmend diese Botschaften nicht mehr lesen kann, erstens sind sie mir viel zu lang, viel zu „schmalzig“ und oft auch abgehoben, abgehoben in dem Sinne, dass ich hier nicht viel damit anfangen kann (ich greife hiermit niemanden an, alles hat seine Berechtigung, doch ich finde es jetzt wichtig, auch dieses Thema anzusprechen).

Was ich meine, ist, dass wir hier und jetzt das Leben leben. Das bedeutet, wir können die Dinge nutzen, die da sind, können uns erinnern, was wir bisher erfahren und gelernt haben und dies anwenden, können Richtungen ändern und uns in jedem Moment neu ausrichten – doch wir müssen es auch tun! Nur vom reden und warten passiert nichts!

Wir bekommen selbst Botschaften, jeder auf seine Weise. Ich erfahre dies ganz oft in der Natur und besonders bei den Tieren. So bekam ich erst vor ein paar Tagen eine berührende Botschaft, als ich einem Reh direkt in die Augen schauen durfte. Diese lautete: „Geh mit Würde und stolz sowie hocherhobenen Hauptes deinen Weg! Zeige dich jetzt, ohne dich anzupassen oder klein zu machen!“
Kurz darauf tat ich etwas, was sich schon vorher falsch anfühlte und was ich aus einem Schuldgefühl heraus tat. Prompt kam die Botschaft, eine Biene stach mich in den Arm und ich durfte lernen: „Tue nichts aus alten Schuldgefühlen heraus (bzw. deshalb, weil andere diese Schuldgefühle dir aufladen), wenn es für dich nicht passt! Bleibe bei dir und folge deinem Pfad! Und … sag auch mal NEIN!“
Dann war ich wieder mal draußen unterwegs und durfte Urvertrauen lernen. Ich sah nämlich zum ersten Mal in freier Wildbahn ein Wildschwein. Oh ha, das war vielleicht groß und es lief genau da lang, wo ich sonst immer spazieren gehe. Nun hatte ich die Wahl, umdrehen und in die Angst oder weiter gehen. Ich ging weiter, nur könnt ihr euch denken, dass mir mehr als mulmig war und mein Verstand ganz schön intensive Bilder malte. Doch ich gab dieser Angst nicht nach und vertraute, dass alles gut ist. Und wenn ich es recht bedenke, war das ein richtig fröhliches Wildschwein, wie es da so durch das Feld sprang, wirkte es fröhlich und zufrieden (schon seltsame Eigenschaften für ein Wildschwein, oder?😉 ).
Für mich sind diese Botschaften sehr klar, eindeutig und immer auch hilfreich. Sie kommen öfter und dann, wenn ich offen bin, mich einlasse und mich nicht im Strudel des Chaos verliere … also zur Ruhe komme. Ich denke, dass kann jeder von uns, aber eben auf seine ureigene Weise …🙂

reh5.7.

Ein anderes Thema beschäftigt mich auch noch. Sind eigentlich alle (sogenannten) universellen Gesetze jetzt und hier umsetzbar und anwendbar? Eine recht provokatorische Frage, nicht wahr? Nur, habt ihr schon mal manifestiert? Habt ihr schon einen eurer Träume so richtig verwirklichen können? Geht es leicht, sich etwas zu wünschen und es auch zu bekommen (wobei das mit dem Wünschen auch schon wieder ein Ding ist, wenn wir uns etwas wünschen, sind wir da nicht gleichzeitig im Mangel?)? Ich glaube, ihr wisst, was ich meine …

In diesen Tagen ist alles in Veränderung, mehr denn je. Somit entsteht auch hier und in jedem Feld ein Chaos, ob nun geordnet oder ungeordnet, es ist da. So wie wir dieses Chaos in uns wahrnehmen und nicht wirklich wissen, was sich da alles tummelt. Es ist einfach zu viel, was sich löst, was geheilt werden will, was einen jeden von uns erreicht, durchdringt, berührt. Von daher glaube ich, dass wir die Umsetzung und Anwendung dieser „Gesetze“ ebenfalls neu „erfinden“ dürfen … ja vielleicht auch erst neu erschaffen, wer weiß?

Auch dies scheint vorbei zu sein, dieses Schauen, wie was geht, dieses strikte Festhalten an Abläufen, wie was genau funktioniert … denken wir daran, auch hier spielen immer die Dinge desjenigen rein, der diese „Abläufe“ oder auch Seminare, Angebote, „Gesetze“ … erschaffen hat …

Fazit des Ganzen:

  • Es geht darum, dass wir in uns erkennen, was möglich ist!
  • Es geht auch darum, dass wir eigene Möglichkeiten kreieren, so, wie wir, ein jeder von uns, sich wohl damit fühlt.
  • Es geht weiter darum, der inneren Stimme zu lauschen und immer zu hinterfragen, ob Dinge mit einem in Resonanz sind.
  • Es geht darum, Ängste zu erkennen (ob von anderen oder die eigenen) … und dann die Entscheidung zu treffen, wieder denselben Weg mit der Angst zu gehen oder sich neu auszurichten.

Wir dürfen also mehr und mehr erkennen, welch tolle Wesen wir sind, welch große Macht in uns wohnt und dass wir alles vermögen, hier auf der Erde, hier in diesem Jetzt, miteinander und indem wir mutig sind. Gehen wir die Schritte, die unser Herz singen lassen und vertrauen wir darauf, dass sie uns auf unserem Weg voran bringen🙂 … fangen wir an! Denn das „Alte“ ist vorbei, wenn wir es erkennen, wenn wir es zulassen und uns immer wieder (auch gegenseitig) erinnern, denn dazu sind wir hier ♥

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