Vollmond – Schmerzheilung und Öffnung für den Seelenweg

Ich hoffe, ihr habt die letzte Nacht gut überstanden, jedenfalls diejenigen, die, wie ich, die hohen Energien im Körper gespürt haben. Kurz nach Mitternacht ging es los. Ich wachte auf, war aber nicht ganz munter, sondern fühlte mich, als ob ich mich in einem Zwischenfeld befinde. Dort „schwebte“ ich irgendwie und spürte, wie über Stunden all meine Zellen vibrierten. Dazu kamen Bilder oder auch Träume, ich weiß nichts mehr davon, nur diese Ahnung, dass sie da waren. Doch dass mir im Gegensatz zu sonst kalt war und ich später eine zweite Decke brauchte, habe ich noch in Erinnerung.

Mir kommt es so vor, als ob ich da ziemlich lange und vor allem enorm intensiv geflutet wurde. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Total zerschlagen wachte ich dann morgens auf und erinnerte mich daran, wie intensiv alles ablief. Ich meinte zwar, dass ich überhaupt keine Kraft hätte aufzustehen und mich zu bewegen, doch dem war nicht so. Es ging. Trotz dieser hohen, gerade aufgenommenen Energie. Draußen dann fiel noch mal eine Menge von mir ab, löste sich in Tränen auf und floss aus meinem Körper. Verzweiflung überfiel mich, Verwirrung kam dazu und das Gefühl, wieder einmal ganz unten anzukommen und nichts mehr zu wissen. Alles, was sich in den letzten Tagen aufgestaut hatte, brach hervor. Schmerzen, die sich tief in mir vergraben hatten, wollten angeschaut werden. Dazu gehörte auch der Schmerz über ständige Ablehnung meiner Person bzw. meines Ich`s als Mensch, aus den unterschiedlichsten Gründen. Hier und Jetzt gespiegelt durch ein „nein“ aus dem Grund, da wohl meine Art und Weise, das Leben zu leben und gleichzeitig finanziell nicht rein zu passen, nicht in andere Schubladen zu passen schien. Doch das war nur das, was mir das Außen zeigte. Wichtiger ist das, was all das mit mir macht und welche Bilder sich hiermit verbinden.

In diesen Tagen fällt es wirklich nicht leicht, den Weg zu erkennen. Meint man, etwas verstanden zu haben, dauert es nicht lange, bis der Verstand wieder was anderes behauptet und man erneut Dinge tut, nur um etwas zu beschleunigen oder endlich, endlich weiter zu kommen. Ich bin dabei heute jämmerlich auf die Nase gefallen und bekam all das gespiegelt, was so nicht mehr geht. Vor 10 Jahren brauchte es nur meinen Willen und den Entschluss, mein Leben zu verändern und umzuziehen. Jetzt geht das so nicht mehr. Da gehört so viel mehr dazu und wie es scheint, wird nur noch das unterstützt, was meiner Seele gut tut bzw. wo ich hin soll. Wo das ist, keine Ahnung … Wann das sein wird, weiß ich auch nicht … wirklich, ich stehe da und schaue … in meiner Medi sah ich eine Leinwand, dort sollte ich einen Schritt zurück treten, dann würde sich mein Seelenweg entfalten … hm … was bleibt mir, als dem zu folgen?

Da sind auch Sehnsüchte in mir hoch gekommen, die ich vielleicht zu oft unterdrückt habe, weil sie bisher nicht realisierbar schienen bzw. noch nicht dran waren. So wie die Sehnsucht nach Menschen, die mir nahe sind, wirklich nahe und da sind, nicht irgendwo auf der Welt. Die Sehnsucht, mal von jemanden in den Arm genommen zu werden, so wie das bei Lucy in dem Buch „Euphoria – Die Rückkehr der Götter“ geschieht. Sie hat ihren Nikolas, der sie stärkt, der da ist … mehr braucht es ja gar nicht, nur da sein, füreinander, miteinander gehen, weiter gehen und sich sehen, den anderen wahrnehmen, verstehen und sich gegenseitig in der Seele berühren … Wünsche und Träume, die wohl jeder von uns hat und die all die Jahre des enormen Wandels oftmals ganz nach hinten geschoben wurden, weil man eben immer wieder erlebt, dass nichts davon eintraf … man allein blieb, mit sich und all den Fragen …

Dieser Vollmond holt alles hoch, geht extrem tief, trifft die Schmerzen, die sich bisher gut versteckt hatten und ordnet neu. Er führt uns weiter zur Öffnung unseres Seelenweges, auch wenn für den Moment nicht mehr als eine weiße, leere Leinwand sichtbar ist (bei einigen wohl schon mehr). Ich spüre, ich muss noch offener hier sein, um mich selbst zu sehen und vielleicht dann meinen Weg bzw. den nächsten Schritt zu erkennen. Für den Moment ist da einfach nur ein Feld, eine Schwingung, die aufgenommen und durchfühlt werden will, tiefgehend, reinigend, mitreißend … ja, manchmal auch alles überschwemmend, was noch da ist und jetzt bewegt und in den Fluss kommen soll. Nichts ist davon bekannt, nichts schon sichtbar, nur das eigene Vertrauen bleibt einem und der Zug, immer einen Schritt weiter zu gehen bzw. sich hinzugeben und mit allem mitzufließen …

Passt auf euch auf und nehmt euch Zeit! Ehe sich alles weiter beschleunigt und gleichzeitig neuordnet, wird noch so manches Durcheinander fühlbar werden …

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