So dazwischen …

Der Vollmond ist vorbei, die Energien wirken nach, wie immer. Doch es geschieht viel mehr … auch wenn es sich im Einzelnen nicht in dem ablesen lässt, was einem das Außen zeigt. Es ist fühlbar …

Und zu manchen Zeiten auch genießbar😉 … so wie gestern. Man glaubt es kaum, wir hatten einen ganzen Tag lang knallblauen Himmel, strahlenden Sonnenschein, einen Sommertag vom Feinsten. Es war fast, als ob man mir ein besonderes Feld zur Verfügung gestellt hat, dass durch niemanden gestört werden konnte. Denn ich war ein paar Stunden an einem Fleckchen Erde, wo alles zur Ruhe gekommen schien. Die Stille um mich herum war so heilsam, nur unterbrochen von den Vögeln im Wald, den Fischen, die im See nach Fliegen schnappten und der Entenfamilie, die mich besuchte. Es war fast himmlisch schön, irgendwie kaum zu toppen😉 … und so genoss ich das Ganze und ließ mal eben alles setzen, was sich in den letzten Tagen und Nächten bewegt hatte.

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Doch es kam eine weitere Nacht, in der ich wohl am arbeiten war, hab mich gewälzt, viel geschwitzt, unruhig geschlafen und geträumt.

Was ist also mein Empfinden derzeit? Ich fühle mich so dazwischen … andere sagen, viele von uns sind auf einer Brücke, die 3D mit 5D verbindet. Dieses Bild gefällt mir! Es sagt in etwa das aus, was ich wahrnehme. In diesem „Dazwischen“ ist es still. Hier kommt es mir so vor, als ob ich so viel abgelegt habe und mich dies nicht mehr erreicht. Neues ist noch nicht da, also nehme ich den Raum, der sich gerade zeigt und atme … werde noch stiller, lasse alle Vorstellungen, wie was sein könnte/sollte los, öffne mich für dieses (für mich noch) leere Feld und übe mich im Annehmen. Es ist fast ein neutrales Sein, gepaart mit dieser und jener Erkenntnis und beim Zurückschauen auch hier und da mal einem „Aha – deshalb war das so😉 “.

Dieser Raum will irgendwie auch gewürdigt werden und darf jetzt da sein. Er gibt mir die Gelegenheit, mich selbst in meiner Tiefe zu erfahren und ganz neu auszurichten. Er zeigt mir aber auch, dass ich weiterhin sehr achtsam sein darf und schauen darf, wo begebe ich mich hinein, wie nah lasse ich Dinge an mich heran, was geht und was nicht. Denn ich spüre auch, dass sich mein emphatisches Empfinden, meine Empfindsamkeit und Fühligkeit an sich immer weiter verstärkt. Dies darf geschützt und beachtet werden. Etwas, was es auch in diesen Tagen zu lernen gilt. Am wohlsten fühle ich mich wie immer in der Natur, der Stille …

Was mir noch auffällt, ich wehre mich nicht mehr gegen diesen „Zwischenzustand“. Ich kann ihn annehmen und da sein lassen. Bisher ging mir so oft alles viel zu langsam, dann kamen die inneren Impulse und drängten mich, sie umzusetzen, doch meist klappte es nicht. Nun ist da einfach dieses ruhige Feld und ich kann aufatmen, muss für den Moment nichts tun, darf sein, wie heilsam🙂

Und vielleicht entstehen ja genau aus diesem Feld heraus dann die Dinge, die sich meine Seele ersehnt? Vielleicht erkenne ich ja dann die Schritte, die jetzt noch gar nicht da zu sein scheinen? Wer weiß …

Ich bin jedenfalls jetzt in diesem Dazwischen und erfahre so einiges neu …🙂