Ich fühle mich so anders

Zurück aus Süddeutschland habe ich mal wieder ein paar Zeilen für euch🙂 … ich fühle mich nämlich ziemlich anders als noch vor ein paar Tagen.

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Ihr habt ja sicher ebenfalls diese besondere und alles durchdringende Vollmondenergie gespürt. Doch nicht nur sie, alles, was in den letzten Tagen so herein kam, war dazu da, noch einmal unsere Tiefen auszuloten, Dinge anzustoßen oder manchmal einfach einen so weit heraus zu nehmen, dass man (endlich) ruhig wurde. Dazu bekam ich ein inneres Bild, ich fühlte mich, als sei ich hier heraus gehoben und schwebe bzw. stehe ein wenig über mir, ohne schon genau zu wissen, wo es weiter gehen wird. Anfangs verwirrte mich dieses Bild etwas, doch jetzt spüre ich, dass dem genau so ist und wie wichtig es gerade ist.

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Doch da ist noch mehr, mit dieser Ruhe und der wunderschönen Natur, wo ich mich in den letzten Tagen aufhalten durfte, kam der Frieden. Es ist still in mir, so still, dass ich manchmal darauf aufmerksam werde und mit einem Lächeln mich zurück fallen lasse in diesen Frieden. Noch mehr Dinge sind plötzlich unwichtig. Noch mehr im Außen, was nicht mehr mit mir schwingt. Ich brauche es einfach nicht mehr, hier und da zu lesen, mir anzuschauen, was wir in welchem Moment am besten wie zu tun haben, was man wie auflösen sollte so wie all die Regeln und Vorschläge, die einem so im Netz begegnen.

Ganz andere Dinge werden wichtig: „Wie fließe ich mit mit jedem Tag?“, „Wo stehe ich mir noch selbst im Weg?“, „Wann schmunzelt mein innerer Beobachter, wenn alte, so tief verinnerlichte Konstrukte automatisch ablaufen wollen?“, „Bin ich bei mir, in jedem Moment?“, „Was tut mir jetzt gut?“, … und was ich noch „lernen“ durfte, „Was ist schon alles da von dem, was ich mir so erträume?“ … und das ist schon einiges, man muss nur mal genauer schauen. Die Kleinigkeiten, die einem so tagsüber begegnen, das Leben, das meist schon so ganz anders ist als noch vor einiger Zeit, die Zeit, die ich für mich habe, die Begegnungen, die Tiere, die kleinen Wunder am Rande … all dies wurde mir in diesen Tagen bewusst.

Und doch, auch das ist es nicht allein, was die innere Veränderung ausmacht. Ich spüre mehr Gelassenheit, mehr Freude, eine Öffnung und möchte neue Dinge tun, die mich begeistern. Ich fühle nicht mehr das strenge Vorgehen bei den Veränderungen im Außen, das bisher oft durch meinen Verstand gesteuert wurde. Es sollte sich doch endlich was verändern!

Es hat sich was verändert, anders, ganz leise, sanft und wohltuend:

Jetzt bei mir sein

In der Stille, innehalten,
den Moment spüren,
da sein.

Aufmerksam wahrnehmen
was ist.
Frieden.

Lächelnd mich umarmen,
einfach so,
mich lieben.

In mir ruhend,
beobachtend,
staunend?

Jetzt bei mir sein,
endlich!
Glücklich ♥

Vielleicht vermitteln diese wenigen Worte das, was ich gerade in mir fühle. Es ist ein leises Glück, ein stilles Lächeln, wie ein sanftes Streicheln meines Selbst. Es ist neu.

Aus diesem Feld kann etwas wachsen, so wie ein Baum, eine Blume aus dem Feld der Liebe, die Mutter Erde gibt, wächst. Die Samen wurden einst gelegt und gehen heute auf. Sie schauen zaghaft durch die Hülle, wollen jetzt aus dem Boden heraus treten, um das Licht zu sehen. Diese Samen sind in uns. Wir haben sie gesät, einst, bewusst wie unbewusst, vielleicht sind sie uns noch gar nicht bekannt. Wir werden erleben, was alles in uns schlummert, wenn wir uns diesem Feld in uns gewahr sind.

Es ist da, einfach so … für mich, doch auch für dich … dann, wenn deine Zeit reif ist, dann wenn du auf deinem Weg an dieser Stelle ankommst, dann, wenn du bereit bist, alles loszulassen, dich dem Fluss anvertraust und gehst …

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Und wer auch mal hier lesen mag, das kam gestern Abend zu mir und passt sehr gut zu meinen Worten🙂 :

https://ninanellsblog.wordpress.com/2016/08/21/lass-es-geschehen/