Es wird immer stiller – trotz Sturm

Ein neuer Morgen … am liebsten würde ich weiter so eingekuschelt in meinem Bett liegen bleiben, aber mein Wecker, unsere Katze, maunzt schon eine ganze Weile und wartet, dass ich aufstehe. Auch draußen beginnt der Tag zu erwachen. Sehr stark wahrnehmbar nach der Stille der Nacht und der Ruhe des Wochenendes.

Es ist grauer als letzte Woche. Ein Hauch von Herbst schleicht sich ein. Dies verstärkt mein Empfinden des einkuscheln wollens … grins. Doch gleichzeitig möchte ich sehen, wie diese neue Woche sich zeigt. Was erwartet uns? Wie geht es weiter?

Schaut man bei NOAA, kann man sehen, dass wir und alles um uns herum erneut heftig geflutet werden. Bei jedem von uns tun sich sicher andere Dinge. Bei mir ist diese Zeit sehr geprägt von innerer Stille. Von einem Frieden, der so in der Tiefe, Intensität und Dauer noch nicht da war. Dieser bringt mit sich, dass ich vollkommen gelassen meinen Tagen begegne. Sei es bei anstehenden alltäglichen Dingen (wie Küchenarbeit) oder kreativen Geschichten (wie malen und schreiben), ich fühle dabei diese Ruhe in mir, die einfach schön und besonders ist. So wachte ich heute morgen auch auf. Ein Lächeln im Gesicht, zufrieden mit mir und der Welt, ja glücklich🙂

Diese innere Gelassenheit bringt noch mehr hervor. So kann ich viel deutlicher den Fluss der Zeit spüren und vor allem, mich ihm hingeben. Es ist erstaunlich, ich lasse Dinge stehen und vetraue, dass, wenn sie sein sollen, sich die Lösung rechtzeitig zeigt. Das innere Wissen wird vermehrt angezapft, so dass auch hier immer mehr Gewissheit entsteht, alles, was mir begegnet, soll in diesem Moment so sein. Und doch bin ich nicht fremdbestimmt, sondern habe in jedem Augenblick die Mögllichkeit, mich zu entscheiden.

So oft haben wir all dies gelesen und meinten, es schon zu leben. Doch war dem so? Ich sehe und erfahre erst jetzt, was es heißt, so richtig tief bei mir zu sein, so richtig tief die Ruhe zu fühlen, so richtig stark in sich zu agieren und alles andere stehen zu lassen, was nicht zu mir gehört. Das ist einfach fantastisch gut🙂

P10200031… und so will sich das auch ausdrücken, nämlich in Lebensfreude, die manch einen dann wieder irritiert. So war es mir gestern abend ein Bedürfnis, bei unserem Spaziergang jede Pfütze mitzunehmen, in den (zugegeben wenigen) Schlamm ebenfalls hinein zu treten und im Schlängellauf um die heraus kommenden Schnecken barfuss und voller Sinnesfreude zu gehen😉 . Das war neu, einmalig und mutig! Jawohl! Diesmal äußerte sich eine ältere Dame, der wir begegneten, erstaunt, aber auch freudig und bestärkend, mich barfuss zu sehen. Nicht das mir es sonst was ausmacht, wenn Kommentare kommen und die Leute mich warnen, dass ich ja aufpassen soll, man könnte sich ja verletzen … aber es war einfach mal was anderes, so gesehen zu werden. Und ich weiß es besser! Barfuss laufen hat ganz viel mit Achtsamkeit zu tun und damit, wie ich mich sehe, achte und bewege. Ich gehe seit April so viel wie möglich barfuss, war schon überall in der Natur so unterwegs, auf den Wiesen, den Feldwegen, den Äckern, auf steinigen Wegen, dem Asphalt, im Sand, im Wasser, auf Schotter, im Gras … das schult meine Füsse und lehrt mich immer wieder, acht geben, fühlen, da sein. Es ist, als ob sich um mich herum ein Schutzschild befindet, dass mir rechtzeitig signalisiert, wenn Hindernisse auftreten …

Das mal ein kurzer Einblick zu diesem Thema. Zurück zur Stille und dem Sturm. Momentan weiß ich nicht mal, was in der Welt so vor sich geht. Es kommt einfach nichts an mich heran (und natürlich suche ich auch nicht danach). Mein Feld ist frei von diesen Dingen und so hell, leuchtend, dass ich mich, meine Stille, die Ruhe, den inneren Frieden, die Freude, die Kreativität, innere Impulse und Zusammenhänge und all die Dinge, die aus mir heraus kommen, genieße, wahrnehme, lebe … und genau das wünsche ich euch auch! Lasst alles los, was sich schwer anfühlt! Genießt den Moment! Seid Freude, es kann so leicht sein!

Und wenn ihr mal wieder meint, nichts geschieht, nichts geht vorwärts, alles schwingt nur schwer, komisch, so, dass ihr es nicht versteht … auch hier, lasst los! Spürt in euer Herz! Atmet! Seht die Geschenke und nehmt mit allen Sinnen wahr: das schöne Spätsommerwetter, die warme Sonne, aber auch den Wind und Regen. Fühlt euch, fühlt die Verbindung zur Erde, und wenn ihr mögt, lauft barfuss – grins – ihr werdet spüren, wie intensiver der Kontakt sein kann und wie gut das tut!🙂

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