Vorerst durch

Heute morgen bin ich lächelnd aufgewacht und spürte große Dankbarkeit in mir. Endlich konnte ich wieder ein wenig meinen inneren Frieden wahrnehmen. Dieser war mir die letzten Tage abhanden gekommen. Jetzt habe ich das Gefühl, durchatmen und aufatmen zu können. Endlich wieder Luft holen, ohne dabei gleich jede Menge energetischen „Müll“ mit einzuatmen. Endlich wieder mich selbst wahrnehmen und das Empfinden zu haben, dass sich die Sicht klärt. Es ist fast, als ob ich nach einer äußerst intensiven Geburt erschöpft, matt, aber glücklich dem Neuen entgegen schaue …

Was war da nur für ein Gemisch an Wellen, Schichten und Energiebahnen, die da seit Tagen durch mich/uns hindurch gejagt wurden? Es fühlte sich von Tag zu Tag schwerer, undurchdringlicher, zäher an. Mein Körper schrie nach einer Pause, weil er einfach nicht mehr konnte. Kraftlos, mit Kopfschmerzen, fast zitternd saß ich gestern hier rum und bekam kaum den normalen Alltag auf die Reihe. Da konnte mich nicht mal die Sonne aufheitern, die mal ganz kurz durch die Wolken schaute. Ich war einfach nur fertig.

Fast eine Woche lang lebte ich mit diesem seltsamen Schlafrhythmus, der mich regelmäßig nach ein paar Stunden an die Oberfläche katapultierte und in einem Gedankenchaos zurück ließ. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Es gab einfach keinen Knopf, um das Ganze abzustellen, die Gedanken jagten sich förmlich und ich kam nicht in mein Feld hinein. Keine Medi brachte Erleichterung, im Gegenteil, dabei bekam eher die Hitze in mir erneut neues Futter und loderte auf. Ruhelos tigerte ich hin und her, mehr innerlich, doch es half alles nichts. Ich war einfach nicht mehr ich selbst. Und so fühlte ich mich von Tag zu Tag kraftloser, bedingt durch diesen enormen Schlafmangel.

Dann gab es Tage, da wusste ich nicht, was ich überhaupt essen sollte, der Hunger war da, doch mein Körper stieß alles von sich … auch das hat sich zum Glück beruhigt. Ich bin wirklich sehr, sehr dankbar, diesen Frieden heute morgen in mir spüren zu können und das Gefühl zu haben, den Kopf über dem ganzen Schlammassel erheben zu können bzw. zeigt sich mir das Bild, wie mein Kopf schon darüber ist und ich endlich wieder frei sehen kann.

Denn diese Welle, die sich mir vor zwei Tagen zeigte, war gigantisch. Ich hatte das Empfinden, sie türmt sich enorm hoch auf, um dann alles zu verschlingen. Auch das war ein Bild, das nicht eben zu meiner Beruhigung beitrug.

Sind wir wirklich vorerst durch? Oder nimmt die Energie zu Neumond noch mal Fahrt auf? Wie heftig wird es uns noch durchschütteln? Ich hatte eigentlich gedacht, dass sich die Leichtigkeit fortsetzen würde und wir leichter diese Wellen nehmen könnten … doch es scheint, als sei dies ein Trugschluss und je mehr gelöst wird, desto heftiger umschwirrt uns der ganze Müll. Doch es ist nicht nur das. Das Gefühl, dass ein großer Abschied gerade stattfindet, ist ebenfalls präsent. Wir verabschieden ganze Zeitlinien, unser Leben, Anteile und alte Verhaltenmuster, ganze Berge von Dingen, die in der neuen Welt nicht mehr gebraucht werden. Das fühlt sich an, als ob sich alles um einen herum aufhebt. Ich habe kein Gefühl mehr zu den einzelnen Tagen und halte mich krampfhaft an meinem Kalender fest, um wenigstens einigermaßen zu wissen, wo wir gerade sind. Auch die Monatsschwingung löst sich auf. So kann ich es kaum realisieren, dass der Oktober schon vorbei sein soll. Das Gefühl dazu ist einfach weg, so wie ich den Rest des Jahres nur noch mit dem Verstand zu begreifen versuche, was wohl kläglich scheitern wird. Es ist schon skurril, wo wir da hinsteuern und uns kopfüber hinein stürzen. Wissen wir doch nicht wirklich, wie es ist, in zeitlosem Dasein zu leben, zwischen den Energieschichten zu pendeln, den Überblick nicht zu verlieren und nebenbei ein Leben mit 3D-Begegnungen und -systemen zu leben. Ich würde fast sagen, das ganze ist verrückt😉

Ok, für den Moment lasse ich das mal so stehen und genieße meinen aufkommenden Frieden. Ich schicke euch ein Morgenlächeln und hoffe, ihr habt die Wellen bis hierher gut durchsurft😉

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