Ein stiller Neumond

Ruhe kehrt bei mir ein. Alles „glättet“ sich ein wenig. Die Wellen sind nicht mehr so hoch, eher sanft und tragend. Ich fragte gestern in meinem Inneren nach, was ich tun kann, um den nächsten Schritt zu sehen und zu unterstützen. Es hieß: „Geh in deine inneren Räume und schau, was dir begegnet!“ (siehe auch Gabriele – Saskia Drungowski: „Im Raum der Möglichkeiten“ – ich mache es zwar nicht mit Anleitung, habe aber die Impulse aus Saskias Buch).

Und so ging ich durch eine Tür, die seltsam furchterregend aussah. Dahinter kam ich in einen blauen Raum, in dem ein kleines Männchen eilig am arbeiten war. Auf meine Frage, warum er denn so hetzen würde, meinte er, dass es nicht langsamer ginge, da er es sonst nicht schaffen würde, die Flut meiner Gedanken einzuordnen. Oh … natürlich, so ähnlich fühlte ich mich ja in den letzten Tagen auch. Er zeigte noch zwischendurch auf eine weitere Tür und schickte mich dort hin. Der nächste Raum war weiß, weiß und still. Sehr still. Ich fühlte mich wie eingebettet zwischen ballonartigen Wänden und merkte, dass ich hier schnell zur Ruhe finden konnte. So war es dann auch. Als ich später wieder zurück ging, war auch das Männchen viel langsamer und schaute mich dankbar an.

Die Antwort auf meine Frage lautete also: Werde still! Erinnere dich immer wieder daran, dass du dich dort hin begibst, wo du die Stille in dir fühlen und hören kannst! Dann werden Antworten kommen!

Ok, so ganz war es jetzt nicht das, was ich mir erhofft hatte. Aber ich fühlte, dass nur so der Weg sein kann. Und ich merkte sofort, wie es ruhig in mir wurde und wirklich für einen langen Moment alle Gedanken und wirbelnden Satzfetzen schwiegen. War das erholsam🙂

Als ich heute morgen erwachte, kam mir noch etwas in den Sinn. Ich las gestern mal wieder im Buch: „Euphoria – Die Rückkehr der Götter“ von Nina Nell. Und wie sollte es anders sein, stieß ich auch gleich auf ein wichtiges Gespräch zwischen Lucy und Taro, in dem es darum ging, was Lucy leben möchte bzw. wobei ihr Herz singt. Sie meinte, dass sie ihr Herz im Moment nicht hören könne und Taro sagte, dass das nur so ist, weil die Gedanken zu laut seien (ach ne – wie passend😉 ). Dann sprach er den entscheidenen Satz:

Du musst deinen Leidenschaften folgen. Den Dingen, die dich vor Glück die Zeit vergessen lassen. Dinge, für die du eine solche Leidenschaft empfindest, dass du nicht aufhören willst, sie zu tun.“ S. 515 Komplettband „Euphoria – Die Rückkehr der Götter“ von Nina Nell

Als ich mich eben an diese Worte erinnert habe, erkannte ich, dass dies so wichtig ist, dass ich mich jetzt mal intensiv damit auseinander setzen möchte. Denn im allgemeinen Transformationsgewühle geht einem so schnell was verloren und man meint, dass da kaum noch was sei, was so richtig Freude bringen kann. Doch weit gefehlt. Je länger man sich in dieses Feld begibt und in der Stille in sich hinein horcht, desto mehr Dinge tauchen auf. Und schon begreift man, dass da viel mehr ist, als man meint.

Der Neumond morgen unterstützt mich dabei, dieses „nach innen Schauen“ auf eine leichte, spielerische Weise zu tun und mich dabei von meinem Herzen leiten zu lassen. Das fühlt sich wirklich plötzlich alles viel leichter an, als ich je gedacht hatte. Und so fügen sich auch anstehende Veränderungen irgendwie ganz sanft mit ein, zumindest fühlt es sich im Moment so an.

Vielleicht möchtest du ja ähnliches versuchen? Dir einfach mal Zeit nehmen und einen Raum der Stille erschaffen … dir mal bewusst anschauen, was deine Leidenschaften sind …

Glaub mir, es hilft und bringt neue Erkenntnisse und … du spürst dich wieder, in deiner ganzen Göttlichkeit❤

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