Ach, ich weiß auch nicht

So war mir gestern zumute … immer wieder dieses „Ach, ich weiß auch nicht … was ich machen soll, was richtig ist, warum alles nicht funktioniert, warum es so schwer geht, wenn überhaupt was geht, warum es schon wieder so grau ist, sich alles noch mehr als Durcheinander anfühlt als die ganzen Tage schon …“

So fühlte ich es in mir brodeln, dann wieder weniger werden, um einer Lethargie und Müdigkeit Platz zu machen, die all meine Lebensgeister zum Erliegen brachte. Ich schlief und döste und ließ alles sein …

Vielleicht war das ja ganz gut so, denn die Nacht gestaltete sich sanft, lang, kuschlig und es kam ein winziger Funken Zuversicht, der gerade zu wachsen scheint🙂

Das Tor 11:11 ist geöffnet … sicher nicht erst seit heute morgen. Diese Reinigungs- und Durchflutungsenergien erreichen uns nun schon eine ganze Weile. Doch jetzt wird es mir bewusst, weil ich mich daran erinnert habe, dass heute der 11.11. ist.

Gut, und was nun? Immer mehr spüre ich, wie es mich weg treibt, vorwärts schiebt, mal mit Widerstand, mal ohne. Damit dies geschehen kann, ecke ich an. Es ist, als ob in mir überall Stolpersteine sind, sich Ecken und Hindernisse befinden, die genau dieses Weitergehen verhindern oder aufhalten wollen. Das ist aber auch kurios, sehne ich mich doch schon so lange danach, endlich größere Veränderungsschritte gehen zu können. Warum tue ich es dann nicht?

Tja, wie soll ich das jetzt in Worte fassen? Gehe ich ein Stück und beginne etwas in die Tat umsetzen zu wollen, passiert etwas in mir. Es scheint, als ob alle Alarmglocken läuten und in mir ein Gerangel und Geschiebe stattfindet. Wie kleine „Männchen“, die hektisch versuchen, den gewohnten Zustand beizubehalten und alles dafür tun, dass eben alles so bleibt, wie es ist. Dann kommt da noch so ein Gefühl dazu, das mir sagt, wenn ich jetzt diesen Schritt gehe, dann lande ich irgendwo, um mich dort wieder nur zu verkriechen. Ähm, ok … also, ich weiß nicht … das bringt regelmäßig alles in mir noch mehr durcheinander. „Wer bitte spricht da gerade zu mir?“ Will da jemand, dass ich nicht gehe? Will da ein Teil aus Angst, dass alles so bleibt? Oder ist es ein Gefühl, das mir sagt: „Schau genau hin, was du willst und wo du hin gehst?“

Ihr seht, es ist nicht so einfach, in dieser Zeit all die inneren Stimmen so zu sortieren, dass eine gerade (oder zumindest einigermaßen gerade) Linie entsteht und ich sehe und spüre, in welcher Richtung es sich richtig und gut anfühlt. Es ist ein ständiges Hin und Her, ein Druck, endlich was tun zu wollen, endlich eine Veränderung zu leben. Gleichzeitig drückt es mich hier raus, indem ich immer mehr spüre, um Veränderung und Entwicklung zu leben, muss ich gehen. Nur wohin? Ha, meine Lieblingsfrage😉 … „Wohin?“, „Wann?“, „Wie?“

Also die Fragen nehmen nicht ab, eher zu. Das gefühlte Durcheinander des Außen erreicht mich kaum, da mein inneres Durcheinander mich genug beschäftigt …

Also was geht da grad in uns ab? Ich könnte jetzt sagen: „Ach, ich weiß auch nicht.“ Aber ich glaube, ich weiß es doch! Wir lösen uns sozusagen auf, also nicht materiell, sondern lösen das auf, was alles in einem „alten“ Leben von uns wichtig war, das, was uns die letzten Jahre, Monate und Wochen ausmachte, begleitet hat und dran war, damit wir hierher kommen können und jetzt genau an diesem Punkt stehen.

Ich sehe gerade ein Bild: Ich stehe auf einem Hügel, habe die Arme angehoben und schaue in den Himmel. Plötzlich merke ich, wie etwas aus mir heraus fließt. Ich schaue nach unten und sehe ganz viele feine dünne Farbfäden, die meinen Körper verlassen. Sie fließen in die Erde. Das Ganze ist sogar noch ein tolles Farbenspiel. Fäden aller Farben, jeder Dicke und in allen möglichen Varianten fließen aus meinem Körper heraus. Ich schaue zu und spüre, wie ich gleichzeitig in diese Farben eingewoben werde. Wie ein Farbenspiel oder Farbentanz, der um mich herum alles flimmern lässt. Und ich? Ich leuchte, ich strahle, ich werde leichter und leichter, ich spüre mich, sehe mich und weiß auf einmal: „Loslassen ist ein Segen!!!“

Dieses Bild entstand gerade, während ich hier schreibe. Es ist sehr kraftvoll, sehr prägend, sehr tiefgehend und berührt mich auf eine seltsame Weise … und so wird aus dem: „Ach, ich weiß auch nicht…“ jetzt ein: „Ich werde neu! Ich bin neu! Ich lebe jetzt und erfahre mich in meiner Ganzheit als Seele, als Mensch, als liebendes Wesen! So sei es!“

Oh, ich staune, wo mich dieser Text gerade hinführt … ist das die Energie 11:11? Ist das der Beginn des neuen Zyklus? Ist es das, was uns jetzt weiter trägt? Ich hoffe es so sehr, denn dieses ewige Hin und Her der letzten Tage macht ganz schön mürbe und raubt einen die Kraft. Ich schaue jetzt einfach mal, was ich mit diesem Bild so anfange und wo ich noch loslassen kann😉 … und ihr wißt ja, Super-Vollmond voraus😉 … da geht bestimmt noch mehr😉

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