In den Armen der Mutter … und unendlich müde

Wie „In den Armen der Mutter“, liebevoll eingehüllt und mit einem Lächeln im Gesicht, fühlte ich mich gestern Abend, als ich nach dem Abendbrot in mein Bett kroch. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn mehr als ein kriechen und schleichen war nicht drin. Seit dem Wochenende durchströmen mich hier Energien, die alles in mir verbrennen und erzittern lassen. Vor allem gestern vibrierten all meine Zellen um die Wette, gleichzeitig war mir innerlich unheimlich kalt und ich fühlte mich eben unendlich müde. Ich konnte meine Augen kaum auf halten, war aber zu unruhig, um einfach nur Ruhe zu halten. Doch alles strengte viel mehr an als normal.

12-12 hat es wohl eingeläutet, der Vollmond heute verstärkt und die Wintersonnenwende im Anmarsch wird ein weiterer Meilenstein sein. Es fühlt sich so an, als ob eine weitere Herzöffnung stattfand und man sich noch einmal ganz tief auf sich selbst einlassen musste. Dabei will nach oben, was noch bremst und kommt nach oben, was schmerzt. Normale Tage sehen anders aus, normale Abläufe auch, denn wenn einem alles so schwer von der Hand geht, bleibt nicht viel Kraft und Raum …

Heute nun also Vollmond … mich hat er nach Mitternacht aus dem Schlaf geholt. Als ich da so lag, kam mir eben dieses „In den Armen der Mutter“. Vielleicht ist damit ja gemeint, die tiefe Liebe zu spüren, in der ich mich ebenfalls immer öfter bewege. Denn anders lässt diese sich nicht beschrieben. Sie ist so tief, so leicht, so ruhig, so … da. Diese Momente sind es, die einem zeigen, dass es weiter geht und wo es hin gehen wird. Diese Liebe in einem selbst zu erkunden und in der Stille zu genießen, macht wahre Wege frei und lässt Räume und Felder sich öffnen.

Und immer wieder gibt es noch eine Steigerung … und noch eine Steigerung … auch wenn man meint, schon lange an seinem Limit angekommen zu sein.

Der Vollmond schließt mit allem ab, was uns in den letzten Monaten beschäftigt hat. Er beendet ein Jahr, das es wirklich in sich hatte. Ein Jahr, in dem man so oft meinte, jetzt geht es aber weiter, um dann vor der nächsten Mauer zu stehen oder auch mit Wucht dagegen anzurennen. Ein Jahr, in dem sich Umwege auftaten, damit man sich selbst noch besser kennen lernt und immer mehr sich dem annähert, wo einen die eigene Seele hinführen möchte. Diese Erkenntnisse helfen, sich bewusst zu werden und bewusst zu sein, was zu einem gehört und womit man doch nicht so richtig kann. All das zu sortieren, dazu war dieses Jahr gut. Doch nun ist genug! Nun möchte Ruhe einziehen, aufatmen, einatmen, neu ausrichten, Augen öffnen, auf Empfang gehen …

Nun … dann genießen wir diese Tage und feiern das Willkommenfest für das Licht – die Wintersonnenwende, auf das es auch im Außen wieder heller wird, auf das wir alle unser Licht leuchten lassen, auch wenn dadurch viel Staub aufgewirbelt wird. Doch nur dann, wenn dieser sich zeigt, kann er erkannt und beseitigt werden (im Sinne von annehmen, heilen, frei lassen).

Ich begebe mich dann mal wieder in die „Arme der Mutter“ – die Liebe in meinem Herzen und genieße ♥

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