Berlin, Chaos und im Zentrum des Sturms

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Berlin trauert. Berlin steht unter Schock. Was ist geschehen? Warum musste dies geschehen? Was sind die Ursachen dafür? Wer hat Recht?

Dieser Vorfall … er passt einfach so rein in diese Zeitqualität. Mir kam gleich, das er etwas Bedeutendes einläutet …

Mein Mitgefühl gehört den Betroffenen und allen, die unmittelbar daran beteiligt waren und noch sind!

Berlin zeigt uns, wie gerade das Chaos regiert, im Großen wie im Kleinen. Menschen kommen an Grenzen und wehren sich. Menschen fühlen sich verletzt und schlagen um sich, verbal und auf unterschiedlichste Weise. Menschen zeigen das, was sich so lange in ihnen angestaut hat. Menschen räumen auf …

So wie das Chaos dort draußen herum wirbelt, so finden wir es auch in uns. Der eine spürt es gerade mehr, der andere weniger …

Ich fand ein schönes Bild dazu: im Zentrum eines Sturm ist ein Ort, wo Ruhe herrscht. Hier berührt uns nichts. Hier können wir sein. Hier lassen wir die vielen aufgeregten Dinge einfach an uns vorbei sausen. Hier haben wir die Möglichkeit, dem da draußen zuzuschauen. Hier sind wir sicher und bei uns. Hier fällt Erkennen leicht. Da mir dieses Bild mit dem Zentrum so gut gefällt, habe ich es hier mal grafisch umgesetzt. Vielleicht hilft es euch, euch bewusst darauf einzuschwingen und immer wieder den Fokus darauf zu halten:

zentrum-des-sturms

Ich suche diesen Ort ganz oft auf und wenn ich merke, ich bin wieder mitten drin im Chaos, dann erinnere ich mich daran, dort wieder hinein zu gehen.

Nun bin ich erst kürzlich ein klein wenig aus diesem Zentrum heraus getreten und habe mich vom Chaos anziehen und mitnehmen lassen.

Später überlegte ich schon, ob es für mich dienlich war, mein Zentrum zu verlassen und mich in diese Energie hinein zu begeben. Warum tat ich das? Was brachte es mir? Ja, ich durfte erkennen, dass es wohl auch ohne meine Worte gegangen wäre. Man wies mich darauf hin, dass ich es getrost jeden Menschen selbst überlassen darf, dort hinein zu fühlen und sich seine eigene Meinung zu bilden. Ok … ich hatte wirklich den Wunsch, aufzuklären, zu beschützen und eine neutrale Mitte anzubieten und gleichzeitig meine Wahrheit klar auszudrücken. Das also sind zwei Wege, die man in einer Situation gehen kann, entweder man bleibt in seinem Feld und schaut im Stillen, was es mit einem macht oder man geht raus und stellt sich offen und verletzlich hin.

Ich bin also diesen Schritt aus meinem Zentrum gegangen und spürte schnell, wie mir die Dinge um die Ohren flogen. Ich habe mir Zeit gelassen und hinein gefühlt, ob ich dieses Feld weiter nähren möchte oder ob ich es so stehen lasse. Meine Entscheidung steht, ich nehme die Antwort auf meinen Kommentar nicht mit in diesen Text und ich äußere mich auch nicht weiter zu Charlottes Worten, doch ihr könnt euch gewiss sein, dass ich einiges dahinter erspüre. Die Worte zeigen mir auf jeden Fall, wie wichtig es ist, gerade jetzt wirklich zu schauen, dass ein jeder von uns die Mitte in sich kennt und sich, so oft es möglich ist, dort bewusst hinein begibt. Ich übe das genauso wie ihr auch.

Über meinen Text „Ein Kommentar …“ kommt ihr zu Charlottes Blog und den Kommentaren (sofern diese noch nicht entfernt wurden).

Das war übrigens gestern nicht das Einzige, wo ich die heftigen Energien um mich herum wahrnahm. Auch andere Begegnungen fanden statt, unruhige, aufwühlende … wo ich sofort schauen durfte, was davon tangiert mich und was ist nicht meins. Denn das darf ich getrost weiter ziehen lassen.

Es sind gerade Tage, die noch tiefer, noch intensiver sind als je zuvor. All das, was wir im Kleinen schon angeschaut haben und das, was wir aus unseren Tiefen hervor geholt haben, damit es heilen kann, war beinahe nur Vorgeplänkel für das, was jetzt bewegt werden will. Denn im Großen werden sich ebenso die Veränderungen Bahn brechen wie im Kleinen, bei jedem von uns. Die Frage ist einfach, wie gehen wir damit um?

Erinnern wir uns immer wieder daran, wie stark wir sind, wie stabil sich unsere Mitte anfühlt, wie groß und umfangend, ja vergebend und verzeihend die Liebe unserer Herzen schwingt und leben wir dies … jetzt besonders. Unsere Mitmenschen werden es spüren! Situationen werden sich auflösen, Heilung immer mehr geschehen. Lassen wir Vorurteile und Urteile los und üben auch dies – bewusst!

Jeder von uns ist besonders, egal, welche Hautfarbe, egal wie groß, egal welchen Körper wir uns für dieses Leben ausgesucht haben, egal wie alt, egal wie laut oder leise, egal an welchem Ort, bei welchen Tun und Sein … wir alle sind wichtig, damit dieses Leben, diese Erde in Liebe weiter gehen kann!!!

 

Advertisements

Ein Gedanke zu “Berlin, Chaos und im Zentrum des Sturms

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.