Verwurzelt – entwurzelt?

Wo sind unsere Wurzeln? Fühlen wir uns tief verwurzelt mit der Erde? Fühlen wir uns wohl an dem Ort, wo wir gerade sind? Sind wir ent- oder verwurzelt???

Dieses Thema bewegt sich gerade in mir. Sinnigerweise hat auch mein Wurzelchakra eine laute Stimme, besser … es schmerzt. Komischerweise jetzt mehr als vor zwei Wochen, als ich in der vereisten Skispur „entgleiste“ und etwas unsanft auf den Boden landete. Der Schmerz war zwar gleich spürbar, doch erst jetzt so, dass ich Zusammenhänge herstelle und sich daraus ein Bild ergibt. Gestern schaute ich auch noch ein interessantes Video, wo über den Zusammenhang zwischen Zähnen und Verwurzelung gesprochen wurde. Ja, auch das ist ein Teil davon …

Schauen wir doch mal, was unser Leben so alles enthält. Angefangen bei unseren Ahnen bzw. Eltern und Großeltern, die in großem Maße in ihrem Leben entwurzelt und aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die tiefsitzenden Ängste zeigen sich heute immer noch bei ihnen und Teile davon haben auch wir „geschluckt“. Dann gibt es die Generation, die hier und in vielen Gebieten ihre Heimat verließ, weil es keine oder wenig Arbeitsstellen gab. Es war für sie ein Muss, ein Zwang, keine Führung oder innere Stimme, die sie dorthin und an verschiedene Orte brachte. Ich denke, ihr kennt alle solche und ähnliche Beispiele.

Ich spüre gerade bei meiner weiteren Selbstfindung/Entblätterung und Neuausrichtung, dass auch dieses Thema einen großen Wert darstellt. Denn hierbei geht es nicht nur um verwurzeln im örtlichen Sinne. Vielmehr geht es um verwurzeln auf allen Gebieten unseres Seins. Dazu gehört vor allem: Was will ich hier leben? Bin ich in dem, was ich gerade lebe, in mir verankert? Spüre ich Freude? Spüre ich Leichtigkeit? Vergesse ich dabei die Zeit? Ist es (so richtig) meins? Bin ich in mir verwurzelt?

Wie möchte ich leben und was benötige ich, damit ich mich so richtig wohl fühle? Natürlich, der passende Ort gehört auch dazu … doch zuerst brauche ich Klarheit darüber, was mein Leben ausmacht. Diese Klarheit ist (noch) nicht bei jedem gegeben, entsteht ganz oft in Prozessen, die mal kürzer, mal länger sein können. Ich befinde mich da gerade drin, wie ich schon schrieb ungefähr seit Jahresbeginn in besonderer Intensität. Fast täglich kommt was neues, jeder Kontakt (ob nun real oder online) bringt einen weiteren Teil, alles formt sich so langsam zu etwas Großem … und ich muss nicht mal viel dazu tun. Meist geht es automatisch, außer ich spüre Unebenheiten oder Trigger, dann schaue ich schon, was da ist.

Dieses Verwurzeln also, wie geht das nun? Ich glaube, wichtig sind auch immer wieder Atem- und Stillepausen, damit sich alles setzen und sortieren kann, damit man wieder ein Stück weit leer wird, um neu aufzunehmen und sich neu zu erfahren. Wenn dann so eine Pause vorbei ist, geht es von allein schnell genug und die Impulse prasseln herein. Gern würde ich in so manchem Moment sofort loslegen, doch immer mehr ist da gleichzeitig das Wissen, dass es sanft und ruhig gehen darf und ich noch Zeit habe … na ja, manchmal lässt mich das schon stöhnen 😉

Also verwurzeln, für mich heißt das, ich schaue, was ich in meinem Leben haben möchte und beginne, zu agieren. Daraus entstehen wieder neue Impulse, Ideen und ich sehe Ansichten oder Tipps anderer, die ich mit meinen abgleichen kann. Konkret bedeutet es, mir einen Ort zu erschaffen, an dem ich mich wohl fühle, wo ich gefordert bin, kreativ erschaffen kann, heile, ruhe, mich bewege, atme, da bin … und im Austausch sein kann. Ich möchte unter und durch meine Hände etwas wachsen und gedeihen lassen und somit meine Wurzeln stärken. Das Bild dazu ist schon in mir, nun bedarf es noch die passenden Kontakte und den Ort zu finden … doch auch das wird zur rechten Zeit kommen (ich schrieb davon, worum es mir genau geht). Ich lasse mich führen und schaue, welche Ängste stellen sich mir da noch entgegen. Eine ist mir heute schon begegnet … sie darf da sein und mich sensibilisieren, doch abhalten von diesen Schritten lasse ich mich dadurch nicht (mehr). Gemeinsam geht es weiter …ich sehe uns gerade Arm in Arm 😉 … na bitte, ist doch ein tolles Bild 🙂

… das hier auch, diese Bäume sind alle verwurzelt und dazu noch wunderschön 🙂

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Ein Gedanke zu “Verwurzelt – entwurzelt?

  1. hallo heike,
    mir geht es sehr ähnlich wie dir. schon gestern bei deinem text fühlte ich dies.
    nun bei mir kreisen die gedanken die ganze zeit ums meer und spanien. ich
    denke nächstes jahr werde ich mir eine auszeit nehmen und mal so einen
    ganzen monat nach spanien gehen und testen was dies auf sich hat !!
    tapetenwechsel, luftveränderung all dies wünsch ich mir . wer weiss ob
    es klappen wird.
    lg käfer

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