Darf ich das?

… diese Frage taucht gerade auf … und noch mehr Fragen reihen sich ein:

Darf ich ein neues Leben leben? Darf ich fröhlich sein? Darf ich groß träumen und jede Hilfe annehmen? Darf ich Mauern einreißen und Gräben überspringen? … ohne dass mir jemand „auf die Finger haut“ und mich zurück in das „Gefängnis“ bringen möchte …

Seltsame Fragen, oder? Eigentlich sind diese doch schon längst beantwortet … oder nicht? Es hat seinen Grund, warum sie sich gerade jetzt in mir zeigen … Was geschah in den letzten Tagen, was geschieht heute?

Tja, was war da, was sich benennen lässt? Eigentlich nicht wirklich viel … ich fühlte mich wie in einer grauen Masse dahin schleichend, müde und frierend, lustlos irgendwie. Diese Masse hatte sich um mich herum gelegt und trug mich … nur wohin? Es war so ein neutrales Sein, manchmal auch ein wenig emotional mit Tränchen, dann wieder fast wie ein Nichts. Etwas zu tun oder in Gang zu setzen, ging nicht. Ich sollte noch nicht agieren, nur sein. Zunehmend hatte ich dabei das Gefühl, dass sich alles, was schon da war, wieder von mir entfernte und mich die große Leere zu verschlingen droht. Unsicher ruderte ich ein wenig herum, was aber nicht viel brachte. Ruhe sollte ich halten und der Stille aufmerksam zuhören … ah ja … nur was erzählte sie mir?

Sie sprach davon, ob es denn wirklich jetzt an der Zeit ist, Veränderung zu leben … sie schickte vorsichtshalber schon mal eine kleine Angst nach der anderen zu mir, damit ich schaue, was da noch hemmt. Beinahe hätten diese mich erneut verschlungen und mir doch glatt eingeredet, dass „Ja alles gar nicht so schlecht sei …“ und „Warum denn was verändern?“. Ja, warum wohl? Damit es weiter geht! Damit ich Grenzen überschreite und meinem Seelenweg folge! Damit sich endlich was bewegt! Und kaum erkenne ich, worum es hier geht, tauchen die Fragen (s.o.) auf …

Natürlich gibt es auf all diese Fragen nur eine Antwort und diese lautet: „JA, ich darf!!!“ … nur in mir, da ist so ein Teil, der sich zögernd windet und noch ein wenig zweifelt. Dieser Teil möchte jetzt angeschaut werden. Es darf da sein, denn er wurde in all den Zeiten kaum wahrgenommen und doch so sehr von außen genährt. Ich glaube, dass sich meine beiden Teile, die männliche (starke) Seite mit der weiblichen (zarten und manchmal zögernden) Seite jetzt die Hände reichen wollen, um miteinander zu gehen, um sich zu zeigen und um in dieser Einheit und Stärke hervor zu treten!

Dazu bekam ich gestern, vor dem Einschlafen, wunderschöne und sehr tiefgehende Bilder. Diese betrafen noch ein etwas anderes Thema, dass gerade nicht minder wichtig ist und in diesem Zusammenhang hier mit hinein passt. Es ging darum, warum ich so oft eine Sehnsucht nach wahrer Heimat fühle. Hierbei sei erwähnt, es geht dabei nicht um Sternenheimat oder ähnliches, es geht wirklich darum: „Wo bin ich hier auf der Erde zuhause?“

Es zog mich an alle möglichen Orte. Ich suchte und suchte und fand doch nicht das, was so in mir als Sehnsucht brannte. Gestern nun kam ein erlösender Hinweis … ich lebte eine Ahnengeschichte … lebte diese, damit sie sich jetzt auflösen darf.

Viele von uns haben Eltern und Großeltern, die durch die Kriege entwurzelt wurden und so verzweifelt nach einer neuen Heimat suchten. Auch meine Großeltern kamen mit meiner Mutti aus Polen, wurden dort vertrieben und irrten hier umher …

Ich kenne viele Erzählungen davon und nehme Bilder dazu wahr. Gestern nun ließ ich mich darauf ein und durfte mit allen noch einmal in Kontakt kommen. Sie waren alle da, meine längst verstorbene Oma, mein Opa, deren Eltern und noch mehr. Auch der Opa väterlicherseits zeigte sich mir. Er ging viel zu früh und wollte doch jetzt noch einmal einfach bei mir sein.

Wir redeten, hielten uns lange an den Händen, umarmten uns. Alles Dinge, die zu Lebzeiten so nicht möglich waren, teils, weil ich damals noch Kind war und teils, weil so enge Kontakte durch all die Erfahrungen nicht möglich waren. Und so zeigten sie sich mir, links vor mir stehend, die Großeltern meiner Mutti und rechts vor mir stehend die Großeltern meines Vatis, alle so im Halbkreis, wie jeweils ein Teil einer „Schale“ oder „Hülle“ (so dass sie zusammen ein Ganzes ergeben würden). Ich selbst saß später auf einem weißem Stuhl in der Mitte und spürte, wie diese Geborgenheit und ein klein wenig ein Gefühl von Heimat mich umfingen. Diese inneren Bilder brachten zurück, was einst verloren ging, fügten zusammen, was einst getrennt schien und ließ Wunden heilen, die ich bisher noch nicht sehen konnte. Manchmal braucht es Zeit, manchmal diese so nervige Leere 😉 , manchmal einfach einen Satz oder eine Geschichte von außen, damit sich etwas zeigt …

Und manchmal kommen dann eben nach so einem Erleben diese Frage: „Darf ich das?“. Es ist interessant zu sehen, was da noch alles hakt und wo noch Anteile sind, die alles in Frage stellen, die einfach Angst haben, die in den Arm genommen und gesehen werden wollen. Dass dies sich jetzt offen zeigen, ist ein Geschenk und sooo wichtig!

Nun, das Fazit des Ganzen, die Antwort ist klar: „JA, ich darf all das, ich muss es sogar endlich leben!“ Denn ich will noch viel mehr und noch viel tiefer bei mir ankommen und wir wollen doch noch so viel Größeres erschaffen, viel leichter leben und viel freudvoller sein 🙂

… und so läute ich mal eben den Tag vor dem nächsten Vollmond ein. Er wirkt, und wie 🙂 … er schiebt uns dorthin, wo wir jetzt hinschauen sollen! Er unterstützt alles, was wichtig ist und bringt uns Heilungsenergien in Mengen … nur gut, dass dem (wieder mal) so ist … 🙂

Siehe auch LUNARIA: Im Angesicht des Neuen

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Ich freue mich immer über Wertschätzungen und Spenden und danke schon mal all Jenen, die mir diese mit liebevollem Herzen zukommen lassen 🙂

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Ein Gedanke zu “Darf ich das?

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