Von der Angst, dass sich alles wieder ändert

Dieser Text handelt davon, wie sich in diesen Tagen unser Innerstes verändert und wie man dabei immer mehr spüren kann, was wir eigentlich für machtvolle Wesen sind.

Wisst ihr noch? Irgendwann begannen wir einen Weg zu gehen … einen Weg, der einen jeden von uns in so tiefe Tiefen führte, was wir uns nie hätten vorstellen können. Wir stiegen hinab, erfuhren uns dort, sahen uns unseren Ängsten gegenüber, verzweifelten fast, weil hier alles so dunkel und auswegslos schien, doch irgendwann kletterten wir wieder hinauf, sahen plötzlich ein Licht, spürten, wie sehr unser Herz mit Liebe geflutet wird und hofften, für immer hier zu bleiben. Doch es ging wieder und wieder hinab in diese Tiefen …

Schicht um Schicht löste sich unser „Panzer“ auf, Angst um Angst konnten wir lieben und in den Arm nehmen … immer weiter, immer tiefer führte uns dieser Weg. So tief, dass es schmerzte, weh tat, dunkel war, so tief, dass man sich aufzulösen schien, dass alles andere weg war, dass man allein, von allem getrennt durch diese Dunkelheit schlich (eigentlich wollte hier „rannte“ stehen, doch für die meisten von uns war es wohl eher ein Schleichen und sich mit schieben lassen ).

Was ist aber nun anders? Ist wirklich etwas anders? Mein Empfinden sagt mir, dass seit einigen Tagen etwas von uns genommen oder aufgelöst wurde und wird, sodass wir vermehrt „sehen“ können. Das Tempo nimmt zu, die Erkenntnisse prasseln herein, ein: „Aha, deshalb all diese Umwege“ lässt erkennen, warum manches war, wie es war und sein musste.

Ein Auszug aus meinem heutigen Tagebucheintrag beschreibt es ganz gut:

Es kommt mir so vor, als ob ich bisher im Außen und bei Anderen all das gesucht habe, was in mir ist. Ich habe mich zerstreut und in der Verwirrung darüber bin ich hin und her gesprungen. Jetzt ist mir so, als ob eine starke, zentrierte Liebeskraft in mir aufgebrochen ist, die Tag für Tag zunimmt und mich genau auf meinen Weg führt. Dazu muss ich nicht rechts und links schauen und rumeiern, dazu reicht es, mich an diese Kraft in mir zu erinnern und mich von meinem Inneren führen zu lassen. Es fühlt sich so an, als ob dieser „gebündelte Strahl“ enorm macht- und kraftvoll ist und mir den Weg erleuchtet. Ich spüre unbändige Kraft, Liebe und Frieden …

Mir ist, als ob es bisher nicht möglich war, diese Macht zu leben, dass das jetzt endlich aber dran ist. Wir alle haben erfahren, wie es ist, wenn einem die Macht genommen wird, man verleumdet, verkannt und abgelehnt wird. Daraus erbauten wir Schutzmechanismen, die bis heute in unseren Systemen schwingen. Aus Angst, dass dies erneut geschieht, haben viele von uns ihre Macht abgegeben und tief in sich vergraben. Nun bricht sie wieder hervor, strahlend wie einst, mächtig wie einst, liebevoll wie einst 🙂

Nur eine kleine Angst bleibt, die mir einflüstert: „Was, wenn sich wieder alles ändert?“ … diese darf da sein, möchte angeschaut und angenommen werden. Denn es ist einfach nur ein Mechanismus, der hier abläuft. Wir haben uns auf diesen Weg getraut. Wir haben aber hier immer wieder erfahren, dass nach einem Aufstieg, der Abstieg kam … jetzt soll dies alles anders sein?

Ich sage mir, ja, es ist möglich, denn ihr wisst, unsere Gedanken erzählen uns ganz oft Geschichten. Sie greifen sofort auf Erfahrungen zurück, die wir einst machten, die wir aber auch erst vor kurzem machten. Wir landen also immer automatisch in der Vergangenheit. Doch wir sind im Jetzt! Jetzt kann alles ganz anders und neu sein! Jetzt dürfen wir hinschauen, hinein fühlen und uns trauen, etwas anders zu machen, offen zu sein, das zu tun, was wir uns wünschen, uns nicht mehr abhalten zu lassen. Das zu üben, scheint mir eine der derzeitigen Aufgaben zu sein.

Und unser Vertrauen ist ebenfalls sehr gefragt. Sich nicht ablenken zu lassen, ist eine der wichtigsten Aufgaben. Sich immer wieder auf das eigene Innere, die eigene Wahrnehmung und die neuen Impulse auszurichten, gehört ebenfalls dazu. Da draußen ist so viel in Bewgung, so viel Verwirrung und Chaos, so viel, was sich löst und im Feld herum schwirrt … wir wissen das. Manche fühlen es auch sehr stark. Doch wir sind hier, um auch da durch zu gehen und in unserem eigenen Tempo das zu erkennen, was es jetzt zu erkennen gilt. Wenn wir uns alle an unsere Macht erinnern, diese mehr und mehr zeigen und unsere Liebe strahlen lassen, dann entsteht ein Feld, dass genau das erschafft, was wir uns alle wünschen … eine bewusstere Welt mit liebevollen und bewussteren Menschen!

Dazu die Worte von Uriel, die etwas in mir berühren: Uriel: Nicht alternativlos, sondern Alternative los!

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PS: Einige Dinge, die mir gerade helfen:

  • Einer der wichtigsten und hilfreichsten Unterstützer ist für mich die Natur. Wenn ich draußen unterwegs bin, auch bei Regen oder Sturm, wird mein System freier. Manchmal spreche ich auch mit meinen „Begleitern“, erzähle ihnen von mir und den Dingen, die mich gerade beschäftigen. So wird vieles klarer, ich kann noch einmal deutlich und kraftvoll erklären, worum es mir geht, kann im Hilfe und Unterstützung bitten.

  • Dann sind da natürlich meine Meditationen, die ich täglich durchführe. Nicht immer geht es in die Tiefen, wo ich berührende Bilder und Empfindungen habe. Manchmal reicht es schon, sich wieder neu auszurichten, sich selbst zu spüren und für einen Moment bei sich zu sein (ohne Druck geht es leichter).

  • Mir wird auch bewusst, was es für ein Geschenk ist, dass ich so viel Zeit und Raum habe, all dies zu erfahren und in genau dieser Weite und Intensität zu durchfühlen. Ganz oft habe ich damit gehadert und meinte, mehr tun zu wollen (ich verglich mich mit Anderen). Ich denke, das wird sich bald von ganz allein ändern. Was ich damit sagen will, nimm dir Zeit für dich! Schaffe dir einen Raum, wo nur du dich aufhälst, egal wie lange. Dort kannst du intensiver wahrnehmen und ohne all die Störungen dein Feld leichter klären.

  • Mir hilft auch, mal hier und da zu schauen, wie es anderen geht. Denn wenn die eigenen Wahrnehmungen Bestätigung finden, kann man sich leichter neu ausrichten und sich leichter selbst vertrauen.

  • Ich höre und beachte meinen Körper. Er spricht immer deutlicher mit mir und zeigt mir, wann es Zeit ist zu ruhen und wann genügend Kraft und Power da ist, etwas zu tun.

  • Und … ich genieße jedem Sonnenstrahl, lausche den ersten Vogelstimmen, richte mich nach vorn aus und visualisiere mein Leben … immer wieder neu 🙂 … das scheint gerade richtig leicht zu gehen 🙂 … also doch eine Veränderung, oder?

PPS: Ich freue mich immer über Wertschätzungen und Spenden und danke schon mal all Jenen, die mir diese mit liebevollem Herzen zukommen lassen ♥

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