Durch den (Licht-)Tunnel

Teil 1:

Ihr erinnert euch … der erste Schritt? Ich frage mich, ob es wirklich der Erste war … bin ich doch in der letzten Zeit so viele Schritte gegangen … doch dieser ist irgendwie anders, besonders, wichtiger, durchgreifender, tiefer und aufwirbelnder … er ist ein segensreicher Schritt mit so tollen Geschenken … 🙂

Was geschah also? Ich bekam den Impuls, hierher an die Ostsee zu fahren, um mich nach einer passenden Wohnmöglichkeit umzuschauen. So tat ich, was man so tut, durchforstete die gängigen Internetportale, notierte mir in Frage kommende Wohnungen und fuhr los. Einer Eingebung folgend landete ich in einer Fewo, wo ich mich vor zwei Jahren schon einmal sehr wohl gefühlt hatte.

Von außen betrachtet lief alles normal und so ab, wie man (ich) es eben gewöhnt war und mir auch nicht anders hätte vorstellen können. Doch es wurde anders, und wie!!!

Ich war kaum hier angekommen, hatte erst mal alles Bekannte erkundet, den Strand besucht und mich eingerichtet, als ich spürte, so geht das einfach nicht! Verwirrt saß ich nun hier und wusste nicht so recht weiter … ja wie aber denn dann?

An diesem grauen Sonntagnachmittag nahm es mich zum ersten Mal mit in den Tunnel. Hier fühlte es sich nicht sehr schön an, was noch untertrieben ist. Sam vom „Herzflüstereiblog“ beschreibt es in der heutigen Botschaft so (diese Worte treffen bei mir auf die letzten Tage zu):

Es geht darum, dass du zu dir stehst.. zu dir und deiner Wahrheit.. keine Angst mehr hast und so schlimm wie es sich jetzt für manche anfühlen mag.. innere Unruhe..Unbehagen.. emotional ausgelaugt.. das Gefühl des Verlustes.. all dies sind Zeichen, die zu deinem Besten sind und dich auffordern nun endlich den Weg deines Herzens einzuschlagen.“

Ja, da war ein Unbehagen, eine emotionale Dunkelheit, ein „nicht wissen, was nun“, ein gefühlt riesen dunkles Feld und ich mitten drin. Zweifel, ob ich es schaffe, hier durch zu gehen, Zweifel, da ich mich so abgetrennt und allein fühlte, Zweifel an dem ganzen Unterfangen, auf das ich mich eingelassen hatte … es ging in Tiefen, noch tiefer als je zuvor (auch wenn ich jedes mal meine, tiefer geht es kaum, da ist immer noch eine Stufe mehr), ich bekam Angst, dies nicht zu schaffen, Heimweh, Sehnsucht übermannten mich, längst angeschaute Verbindungen zerrten an mir … alles schrie und war wund …

In diesem Moment erinnerte ich mich an mein neues Buch und begann zu lesen … es wollte jetzt zu mir und genau jetzt war es wie ein rettender Engel … Sergio Bambaren „Der träumende Delphin“ … ein Segen für mich, meine Rettung!!!

Ich konnte es nur Satzweise lesen, so viel Weisheit, so viel Wahrheit, so viel Übereinstimmung kam mir da entgegen … und brachte Bäche in mir zum Schmelzen. Die Tränen liefen und wuschen all den Schmerz fort … machten mich Stück für Stück frei.

Er schreibt u.a.:

Es kommt eine Zeit im Leben,
da bleibt einem nichts anderes übrig,
als seinen eigenen Weg zu gehen.
Eine Zeit, in der man die eigenen Träume
verwirklichen muss.
Eine Zeit, in der man endlich für die eigenen Überzeugungen
eintreten muss.

… und

Gerade in der größten Verzweiflung
hast du die Chance,
dein wahres Selbst zu finden.
Genauso wie Träume lebendig werden,
wenn du am wenigsten damit rechnest,
wird es mit den Antworten auf jene
Fragen sein,
die du nicht lösen kannst. …

Ja, ich spürte, dass ich etwas anders machen soll als sonst. Ich spürte, dass es mich nur dann weiter bringt, wenn ich aufhöre zu kämpfen, zu agieren, alles kontrollieren zu wollen … ich sollte fließen, mit schwingen lernen, sollte eintauchen in die Momente der Stille, sollte meinem Inneren zuhören … nur wie macht man das, wenn der Verstand nicht Ruhe gibt, nach jedem Strohhalm greifen will und man sich fühlt, als ob alles zerbricht???

Ich hatte doch Träume, sollten diese noch mal verworfen und geändert werden? Nur wie, wie geht das mit dem Einlassen und vertrauen, dass alles zum richtigen Zeitpunkt geschieht?

Ganz sacht spürte ich, wie sich in mir Schichten lösten und Türen öffneten … ich begann, den Augenblick zu sehen und nahm wahr, dass da noch viel mehr und besseres kommen will als das, was ich jetzt fast „erzwungen“ hätte. Ich ließ los … und begann die Zeit hier zumindest stückweise zu genießen. Und so geschah es, noch viel mehr zeigte sich plötzlich. Es ging um die Themen Selbstannahme, Wertschätzung und „Wer bin ich?“

Ich erfuhr und fühlte, dass ich mehr bin, als ich die letzten Wochen und Monate meinte, mehr im Sinne von: richtig so, wie ich bin und im Sinne von: ich habe so viel mehr zu geben als ich selbst immer meine, nur eben in einer anderen Form als andere (siehe vergleichen mit anderen!). Ich spürte mich wieder, spürte die Freude ganz tief in mir, die jetzt und in der kommenden Zeit gelebt werden will. Ich habe so richtig viele Ideen, die ich gar nicht gleich alle umsetzen kann … doch endlich fließt es auch hier … und da ist eine gewaltige Kraft, die heraus will 🙂

Teil 2:

Und weiter ging es in Wellen. Nach zwei etwas ruhigeren Tagen begann sich wieder was aufzubauen. Erst einmal kam ich mir vor, als sei ich mein eigener Beobachter. Denn noch einmal folgte ich meinem Verstand und schaute mir eine Wohnung an. Ich hatte im Vorfeld einfach keinen Impuls, weder zu „ja“ noch zu „nein“ … doch auch hier, es war noch mal wichtig, um endgültig loszulassen. Doch ich stand schon wie daneben und fragte mich innerlich, was ich hier eigentlich tue.

Dann kam die Nacht. Nach Mitternacht wachte ich auf und war hellwach. Ich fand es ein wenig seltsam, war da doch nichts, was es rechtfertigte, dass mein Gedankenkarussell ansprang. Doch ich sollte noch einmal hinein in den Tunnel … dieses Bild gefällt mir so, beschreibt doch Sergio im Folgeteil: „Die Heimkehr des träumenden Delphins“ ein ähnliches Phänomen. Auch der Delphin Daniel musste ebenfalls durch einen Tunnel … ich las das Buch gestern vorm Einschlafen … wie weise 😉

Ich war also in diesem Tunnel und hatte das Empfinden, dass ich dort feststecke und kein Licht sehen kann. Es dauerte eine Weile, bis ich mich an die Tage davor erinnerte und mich auf meine neue Kraft einschwang. Ab da kamen die Impulse … und ich schlief unruhig ein. Früh zeitig erwachte ich dann mit einem neuen Wissen in mir und wusste: keine Kompromisse mehr!!! Ich sehe jetzt meinen Traum deutlicher vor mir und werde ihn Schritt für Schritt umsetzen! Geht nicht, gibt es nicht (auch so ein altes Ahnenmuster)! Diese Klarheit ist fast erschreckend und doch, auch berührend. Sie zeigt mir, warum alles bisher so sein musste. Ich schlängelte mich immer irgendwie durch und wollte ein wenig von meinem Traum leben. Doch ein wenig ist nicht genug! Zu sich stehen ist angesagt!

Wenn ich diese Tage so anschaue, ist es wirklich, als ob ich durch einen Tunnel gehe … immer mal wieder darf ich ans Licht, um anschließend weiter hindurch zu schwimmen. Das nächste Licht … und wieder ein Stück klarer … ob das nun schon vorerst das Ende dieses Tunnels ist, wer weiß …

Ich jedenfalls bin dabei, erst mal alles aufzunehmen, anzuschauen, in die Bilder einzutauchen und zu sortieren. Und gleichzeitig alles so sein zu lassen, mitzufließen … das vor allem. Denn von Tag zu Tag war das schon in meinem Sein spürbar. Dieses fließen lassen dürfen, dieses: „das Universum arbeitet schon für mich“, dieses: „wenn ich offen bin und hinschaue, dann kommen die Dinge ins Rollen“ … es zeigte sich mehr und mehr und brachte mein ganzes Tun (wollen) ins Schwanken. Und so ist mein Fazit dieser Tage: durch die Stille und den Raum nur mit mir war das Aufbrechen dieser uralten Strukturen möglich! Ich nehme hier Geschenke mit, die so wichtig und bedeutend für mich sind. Auch wenn ich den nächsten Schritt noch nicht klar sehen kann, auch wenn sich alles anders gestalten wird, als gedacht, auch wenn (wieder mal) alles offen scheint (und fast auf Null zurück gedreht) … ich lache, ich singe, ich jubiliere … ich spüre meine Kraft, mein Sein, mein Ich … ich weiß, es geht immer weiter in Richtung meiner Träume … ja ich weiß es jetzt einfach 🙂

… und so geht es vorerst zurück, irgendwie neu, irgendwie anders, irgendwie frei … 🙂 … Welt, ich komme!!!

Wovon ich derzeit träume?

Ich möchte einen Garten, möchte mich (und andere) selbst versorgen und dort am liebsten auch gleich wohnen.
Es gibt doch so Wochenendhäuschen oder ähnliche Gartenhäuschen,
nicht zu klein und mit allem, was man so braucht. Umgeben von den Klängen der Natur, den Vögeln und Tieren darf ein Paradies entstehen … Bilder und Ideen sind in mir, immer mehr …

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PS: Ich freue mich immer über Wertschätzungen und Spenden und danke schon mal all Jenen, die mir diese mit liebevollem Herzen zukommen lassen ♥

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