Irgendwo im Nirgendwo

Heute kann ich endlich wieder geradeaus denken 😉 … die letzten Tage waren in dieser Hinsicht sehr seltsam. Ich fühlte mich ziemlich neben der Spur, dermaßen desorientiert und überhaupt nicht wie ich. Konnte mir keine Dinge länger als ein paar Minuten merken, verwählte mich dreimal, ehe ich die richtige Nummer beim Telefonieren erwischte, kam mir vor, als hätte ich ein riesen Loch im Gehirn, es war alles weg … irgendwie und ich somit irgendwo im Nirgendwo.

Ich fühlte mich körperlich unendlich müde und hatte keine Lust, etwas zu tun … keinen Antrieb, nichts … ich schlich einfach mehr oder weniger vor mich hin. Leere, Orientierungslosigkeit, nichtwissend dazustehen, seltsame Körperempfindungen wahrnehmend, traurig … und doch erahnend, dass dies jetzt so sein sollte.

Diese „Zwischenzeit“ zwischen der Tag- und Nachtgleiche und dem Neumond nächste Woche hat es einfach in sich. Aber sie scheint auch alles neu zu ordnen. Inmitten dieser Leere, diesem Nirgendwo geschehen Dinge, die einem erst viel später bewusst werden. Bei mir war das ansatzweise heute der Fall. Die Klarheit scheint sich langsam in mir auszudehnen und neue Räume zu öffnen. Noch zögernd und häppchenweise, doch fühl- und sichtbar. Ich erkenne … staune … und wundere mich, warum ich nicht schon eher so und nur so reagiert habe.

Das ist es, was mich immer mal wieder einholt. Man meint, doch alles in einer Angelegenheit getan zu haben und hat es doch nur versucht zu tun. Ein kleines Hintertürchen blieb offen, damit … ja damit man schnell wieder in gewohnte und altbekannte Gefilde zurück gehen kann, oft automatisch, ohne es so richtig bewusst wahrzunehmen. Doch es gibt Schritte, die signalisieren: „Jetzt bin ich bereit!“. Bis man allerdings bereit ist, diese zu sehen, um sie auch gehen zu können … es dauert manchmal eben, solange, bis der richtige Zeitpunkt da ist. Und so wunderte ich mich manches Mal, warum sich nichts bewegt. Neulich las ich noch, wie würden uns immer wieder selbst blockieren. Ich glaubte nicht daran. Doch es scheint so zu sein. Oft unbewusst und unbemerkt …

Zum Glück fließt diese Klarheit jetzt mehr und mehr ein und öffnet das, was endlich sichtbar werden will. Ich darf hinschauen! Ich darf spüren, so kraftvoll und voller Elan schaffe ich Schritte, die ich bisher nicht sehen bzw. gehen konnte/wollte! Ich weiß jetzt, es geht …

Und ich selbst bin es, die die Veränderung leben muss! Niemand sonst und schon gar nicht etwas im Außen wird mich dorthin bringen, wo ich hin möchte! Noch eine dieser Lektionen erfuhr ich in den letzten Tagen. Sie zeigte mir, dass es nichts bringt, auf etwas zu warten, zu meinen, jemand kommt und „schenkt“ mir das, was ich mir wünsche. Diese Illusion löst sich gerade immer mehr auf. Alles, was an spirituellen Weisheiten und (angeblichen) Wahrheiten geschrieben und verbreitet wird, stößt bei mir immer mehr auf Zweifel und Gedanken wie „das funktioniert nicht“ … denn wenn dem so wäre, dann würden wir viele unserer Wünsche schon leben.

Ich habe im Laufe der Zeit mit einigen Menschen gesprochen. Bei fast allen zeigt sich ein ähnliches Muster: wenig Geld, Systemabhängigkeiten, Wohnungen und Orte, die nicht mehr passen, keine Menschen in der Nähe, die schwingungsmäßig übereinstimmen …

Und viele von ihnen warten … auf die Lösung globaler Dinge, auf das Grundeinkommen, auf Gemeinschaftsgründungen, auf Hilfe und Unterstützung von der geistigen Welt …

Doch was hilft uns das jetzt?

Mein Empfinden sagt mir immer mehr, wir müssen das nutzen, was gerade da ist, in den Systemen, in denen wir uns (noch) befinden, gangbare Wege finden, hier offen und neu auftreten. Wir können nur das nehmen, was da ist und schauen, wie wir daraus ein Leben kreieren, das sich Schritt für Schritt in unsere „Traumrichtung“ entwickelt. Warten hilft nicht! Nur träumen auch nicht! Hochtrabende Worte und Botschaften von sich geben erst recht nicht!

Erden, ja … erden und hier sein! Nehmen, was ist und verändern, was geht!

Ich weiß, wovon ich hier rede, denn diese Themen stehen gerade ganz oben auf meiner Liste. Und wenn ich danach gehe, was sich richtig anfühlt, dann komme ich immer wieder dahin zurück. Auch wenn ein Teil von mir wünscht, ja vielleicht auch weiß, dass ich es wert bin, ein ganz anderes Leben zu leben und dieses auch leben werde, so macht mir das zwar Mut und lässt mich immer wieder vertrauen, aber für den Moment führt das nur dazu, dass Träume nur Träume bleiben, weil Schritte nicht gegangen werden, denn man meint: … „Es fehlt ja an Geld! Die passenden Menschen sind noch nicht da! Ob der Ort passt? Ist die neue Wohnung nicht zu klein?“ … Das Bekannte ist irgendwie einfacher … und … schon sind wir wieder im Altbekannten und keinen Schritt weiter!

Ich bin jetzt dabei, mich immer wieder selbst zu erinnern und mir dieser Bewusstheit gewahr zu sein. Wie gut das jetzt wirklich klappt, werde ich sehen. Die Erkenntnisse der letzten Zeit sind jedenfalls mutmachend und bringen mich neu in die Position dessen, dass ich selbst es bin, die sich ihr Leben kreiert!

Immer wieder anders, immer wieder neu und doch sehr gewachsen im Rückblick auf all das, was ich schon lebte und erlebte 🙂

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Ein Gedanke zu “Irgendwo im Nirgendwo

  1. Liebe Heike, danke für Deinen wunderbaren Text, ich empfinde ebenso, warte, dass das kommt, was für mich bestimmt ist – und da ist ne rieeesssen Pause.
    Vielleicht ist die Pause ja auch gewollt – von oben –
    vielleicht ist aber auch anders zu reagieren???
    Danke Dir
    Herzliche Umarmung
    Andrea

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