Wie eine dunkle Wolke

In den letzten Tagen hatte ich das Gefühl, dass da etwas über mir drüber liegt. Auch heute nehme ich dieses „Etwas“ wahr. Klar, draußen ist es heute auch dunkel, aber das ist es nicht.

Es war ja auch am Wochenende wettertechnisch viel Bewegung, doch kam diese Bewegung nicht so richtig bei mir an (im Inneren). Im kollektiven Feld fühlte ich nämlich Stille. Was wiederum nicht mit dem zusammen zu passen scheint, was gerade auf der Welt abgeht (allerdings nur häppchenweise bei mir ankommt).

Was also ist es dann? Ich kann trotzdem kreativ sein, doch mir fehlt die tiefe Freude dabei. Ich kann und konnte trotzdem draußen unterwegs sein, mit den Wolken reden und dem Hasen begegnen, aber auch hier fehlte dieses Tiefgehende, Wärmende …

Körperlich spüre ich seit Tagen ebenfalls viel Durchfluss und immer mal wieder auch Schmerzen. Die Nächte waren sehr einhüllend, sodass ich morgens gar nicht so richtig aus dem Bett kam. Nur letzte Nacht wachte ich wieder auf, um mich dann gedankenvoll hin und her zu wälzen.

Was bei mir in diesen Tagen auftrat, sind diverse familiäre Entfesselungen. Ich wurde und werde in Situationen gebracht, die sich sehr schmerzhaft anfühlten und noch mal jede Menge nach oben brachten. Diese Entfesselungen oder auch Loslassprozesse waren alle schon mal da. Doch jetzt geht es wohl noch um Reste oder andere Schichten, wer weiß das schon genau? Mich zog es jedenfalls in eine traurige Ebene, die sich auch noch so darüber gelegt hatte. Doch diese „dunkle Wolke/Schicht“ ist zusätzlich spürbar.

Gerade kommt mir, ob es mit der Erlösung verschiedener Schichten zum Osterfest zu tun hat? Es würde auf jeden Fall passen. Denn alles, was durchlichtet wird, muss ja irgendwo hin und sich irgendwie zeigen, während es geheilt und gewandelt wird. Und wenn sich da so viel tut (und wir wissen und fühlen alle, dass dem so ist), dann wäre es kein Wunder, wenn wir Feinfühligen das auf diese Weise wahrnehmen. Und so kann es durchaus bedeuten, dass wieder ein Schritt geschafft ist (global gesehen), auch wenn sich alles noch recht zäh anfühlt und der richtige Schwung, die Freude zum Weitergehen grad so gar nicht da zu sein scheint.

Und deshalb gehe ich mich jetzt einigeln, einkuscheln, loslassen, mitfließen … oder auch mal nichts tun und den Schneeflocken zuschauen 😉 … verrücktes Wetter, echt!

PS: Ich hoffe, das Thema kam einigermaßen verständlich rüber, mein „Denken“ und Ausdrücken läuft derzeit auch etwas langsamer als sonst 😉

PPS: Ich freue mich immer über Wertschätzungen und Spenden und danke schon mal all Jenen, die mir diese mit liebevollem Herzen zukommen lassen ♥

Advertisements

3 Gedanken zu “Wie eine dunkle Wolke

  1. geht mir ganz genau gleich. DAS war ein ostern – pfuuuuu. danke für die worte des wiedererkennes meinereiner….;-)

  2. Du sprichst mir aus dem herzen, der seele und mit meinen worten. All das gesagte hab ich in den letzten 2 tagen genau so empfunden und auch formuliert!
    Tut gut, das zu lesen, zumal ich denke, in einer schweren depression zu sein und ohne hilfe nicht mehr rauszukommen…. kreatives handwerkliches tun hilft… das is etwas, was am ehesten positiv ist… als kontrast zur dunklen wolke….

  3. Ich war an Ostern verreist und habe mich 4 Tage lang gefragt, was mit mir los ist. Tiefe Traurigkeit, scheinbar ohne Grund. Auf einmal musste ich anfangen zu weinen am Ostermontag und konnte 3 Stunden nicht mehr aufhören. Dann zeigte sich mir plötzlich ein Bild (alte Familiengeschichte), das mir immer weh getan hat, wenn ich daran denken musste. Dieses Bild veränderte sich plötzlich und meine Traurigkeit war mit einem Schlag vorbei.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s