Der April geht zu Ende

… und mit ihm Wochen, die es in sich hatten. Was wann genau war, kann ich schon gar nicht mehr rekapitulieren, denn das Zeitphänomen ist eins der Dinge, die sich jetzt immer mehr verändern. Ich habe zunehmend den Eindruck, dass sich die Zeit auflöst. Gleichzeitig scheinen sich Zeitlinein zu überlagern und alles noch schneller abzulaufen als bisher. Die Tage fliegen dermaßen dahin, dass ich kaum hinterher komme. Mein Gefühl sagt mir, dass ich mich in einem großen Zeitfenster bewege, in dem die einzelnen Tage kaum noch auseinander zu halten sind. Es braucht richtig Konzentration, sich darauf zu besinnen, welcher Tag gerade ist und was in der „realen“ Welt ansteht. Alles scheint zu verschwimmen und sich miteinander zu vermischen.

Das alles fühlt sich deshalb so an, weil die inneren Welten immer bunter werden. Doch dazu gleich …

Noch ein paar Worte zum Neumond Anfang der Woche bzw. den Tagen drumherum. Diese waren für mich noch mal was ganz besonderes. Zum einen, weil ich so weit hinab getaucht bin wie gefühlt überhaupt noch nicht und zum anderen, weil dann eine weitere Öffnung geschah. Ich schrieb am Montag bei Fb: Am Abgrund???

Ich fühle mich derzeit in Tiefen, die sich kaum beschreiben lassen. Die Nächte sind enorm anstrengend, körperlich wie traumtechnisch, schwitzen und frieren im Wechsel, Unruhe … die Tage innerlich „grau“, emotional durchschüttelnd, ich hochgradig sensitiv, das kleinste bisschen haut mich aus der balance …

ich komme mir vor, als ob ich mich an einem Seil entlang taste, gleich daneben ein tiefer Abgrund … dann wieder ist mir, als ob ich jeden Tag noch tiefer falle (nur wohin?) ,,,
oder entblättere ich mich? (dieses bild kam auch) …
der jetzt-zustand ist kaum auszuhalten, änderung nicht in sicht, da alles unklarer denn je – ich selbst, was ich will, „wie“ … vor allem „wie“ … und die kraft fehlt, da ja dieses emotionale durchfühlt werden will … Geht es euch ähnlich???

Dieser gefühlte Abgrund hatte mich Montag morgen im Griff. Draußen, im Rapsfeld, ließ ich alles heraus und dort war es auch, wo ich all das so intensiv, so grau und perspektivlos wahrnahm, mir war wie eine tiefe Depression, verzweifelt suchte ich nach Halt und irgendeinem Lichtstrahl. Voran gegangen waren dem Tage, in denen dieses „Grau“ über mir zu hängen schien und ich mich selbst nur noch schwach wahrnehmen konnte. Und so platze etwas auf und alles floss aus mir heraus.

Dann ging alles ganz schnell. Ein paar Stunden später begann es in mir immer mehr zu leuchten, so dass ich das Gefühl, jetzt neu zu sein, ja fast wie eine weitere Neugeburt, auch im Außen zeigen wollte. So entstanden die wunderschönen Fotos bei NATURNAH, meiner neuen Webseite.

Dieser Tag war richtig übervoll, übervoll mit erleben, mit auflösen, wandeln, neu werden, mit tiefster Verzweiflung, die sich in stille Freude und inneren Frieden wandelte … dieser Tag war besonders 🙂

Der nächste zeigte sich dann schon wieder in einem anderen Kleid … Zweifel kamen erneut, der Verstand meckerte rum, und doch, da war etwas, was seitdem anders lief. Ich fühle mich, wie in einer anderen Zeit(schleife), die innere Freude kommt immer wieder zurück, neue Ideen, Inspirationen, ganz viel Kreativität beginnt zu fließen. Das „Wie“ bestimmter Umsetzungen ist immer noch nicht klar, aber in mir schwingt mehr Vertrauen und eine Ruhe, so dass ich es gerade ganz gut aushalten kann. Wenn dann der Verstand die Regie übernimmt, wird es allerdings kritisch, hektisch und dunkler. Meist erinnere ich mich dann an das andere Feld und mache mit meiner Kreativität weiter oder gehe raus, um innerlich wieder ruhig zu werden.

Was allerdings diesmal sehr spürbar ist, ist dieser rücklaufende Merkur. Was der alles schon verlangsamt hat, nicht ankommen ließ, durcheinander brachte und teils über längere Zeit die Kommunikation ganz lahm legte (mein Mailfach war tagelang sooo leer 😉 ) … es fällt auf. Doch auch das ist ja nächste Woche mit dem Monatswechsel fast vorbei. Und so schwinge ich gerade in der Hoffnung, mit diesem neuen „Ich“ weitere konkrete und vor allem leichte Schritte gehen zu dürfen. Die Betonung liegt auf „leicht“! Denn was mir in der letzten Zeit alles so an Angstwellen begegnet, wie einen manche Menschen behandeln, in Schubladen stecken und null Chance geben, zeugt schon sehr von dem Chaos, was überall herrscht. Es braucht dann immer ganz schön, sich wieder neu auszurichten und die eigene Vision nicht aus den Augen zu verlieren. Denn die Klarheit diesbezüglich lässt weiter auf sich warten …

Trotz allem nehme ich viel aus diesem April mit. In mir schwingt gerade richtig toll eine Gelassenheit, die ich gern immer so wahrnehmen würde. Diese lässt nämlich vieles in einem anderem Licht erscheinen und meine Ungeduld zu einem erträglichen Mass schrumpfen, wohlgemerkt, meist ist dies der Fall. Ich weiß nicht, was morgen sein wird, ja nicht mal, was der nächste Moment bringt. Doch ich weiß, was einmal in diesen Tiefen gefühlt wurde, das durfte und darf jetzt heilen und sich lösen bzw. neu integrieren.

Und wenn es wieder mal Zweifel gibt oder es dort draußen etwas grauer erscheint, dann tauche ich in die Welt der Natur ab, entweder in meine Fotos oder real auf meinen Wanderungen und Spaziergängen. Dort wird mein Kopf meist frei, die Gedanken kommen zur Ruhe und ich spüre mich wieder 🙂

Euch allen einen schönen Maibeginn mit hoffentlich … endlich … Wärme und Sonne 🙂

PS: Ich freue mich immer über Wertschätzungen und Spenden und danke schon mal all Jenen, die mir diese mit liebevollem Herzen zukommen lassen ♥

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3 Gedanken zu “Der April geht zu Ende

  1. Du sprichst mir aus dem -meinem- Herzen….. mit jeder Message der letzten Monate, seitdem ich auf Deiner Seite lese…. danke für die Mitteilung Deines Empfindens…., sie steht in absolutem Einklang mit meinem spüren…… Conny

  2. Hallo ja es geschehen Veränderungen und jeder nimmt sie ander wahr
    ich wünsche Dir das Du Menschen findest mit denen Du Dich austauschen
    kannst nicht als Lehrer oder Schüler sondern als gleichartiges Wesen.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag.
    Namaste

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