10.10. (1/1/1) – ein Tor zur Wahrheit

Die letzten Tage waren geprägt von allein sein, bei mir sein. Ich brachte das, was in mir schwingt, in eine Form. Stunden verflogen dabei wie Minuten, das Außen war weit weg. Körperlich – na ja, weiterhin wenig Schlaf. Weiterhin viele Felder, die es zu bedienen galt. Momente der Unruhe, der Hitze wechselten mit kurzen Momenten, in denen sich der Herbst farbenfroh und echt zeigte. Ich genoß, nahm auf … und tauchte wieder ab in meine Welt.

Letzte Nacht nun zeigte sich mir ein Tor. Dieses Tor zeigte mir eine Wahrheit, die sich als meine Wahrheit heraus kristallisierte. Ich fühlte sie. Ich sah Bilder … und war gar nicht mal so genervt wie sonst, wenn es mich gegen 3.00 Uhr aus dem Schlaf kegelt und ich ewig munter liege. Es war anders. Ich war zwar irgendwie wach, aber doch auch wieder nicht. Meine Augen unendlich schwer und zufallend, ich eingekuschelt und richtig tief drin in diesen Bilder, diesem Fühlen, dem Tor.

Bilder zogen an mir vorbei, all meine Visionen, all die Begegnungen der letzten Monate. Begegnungen, bei denen ich damals meinte, so leben zu können/wollen. Begegnungen, die nicht stimmig erschienen, die ich meist schnell wieder verließ und die ebenso schnell aus meinem Feld verschwunden waren. Das alles zeigte sich noch einmal (obwohl es mich schon öfter in der letzten Zeit beschäftigt hat). Durch all diese Begegnungen lernte ich meine Bedürfnisse kennen, bekam aber auch tiefste Ängste gespiegelt und sah, wo ich noch nicht frei für mein Leben war.

Gleichzeitig zu all diesen Bildern kam ich mir vor, als ob ich mich auf einer weiten Ebene befinde. Dort fühlte ich mich so wohl, so gestärkt, gestützt, so auf- und angenommen, so sanft getragen und eingehüllt … in mir das Wissen und Fühlen, dieser Moment ist heilig, ist besonders, ist Jetzt, ist Frieden. Gerade ist nichts zu tun … Zufriedenheit, alles ist da …

Ich fühlte all das sehr tief, intensiv und wähnte mich in diesem Feld, als sei es die jetzige Wirklichkeit. Mir scheint, es war ein Tor zu meinem Inneren, zu mir selbst, zu einem Teil meiner Wahrheit. In diesem Feld ging alles leicht, war alles leicht, erschien alles so, als ob es keine Probleme gäbe, nichts, worüber ich mir Gedanken machen müsste, nichts, was mich einschränkt und immer wieder aus meinem Glauben heraus katapultiert. Alles schien hier möglich …

Tja, doch so schön ich dies alles empfand, so besonders, wie ich es fühlte, mich fühlte, stellt sich mir doch gleich die Frage: „Wie bekomme ich dies alles auf die Erde und in mein Leben?“

Es folgte nämlich ein Traum, in dem ich klar sah, wie ich leben/wohnen möchte. So klar hatte ich dies bisher noch nicht, was sich wiederum berührend anfühlte. Ich sah mich, wie ich zu Menschen zurück komme, wenn ich aus meinem Feld auftauche, wenn meine Zeit allein wieder mal vorbei ist. Ich sah ein Feld des Friedens, der Heimat, des Zuhauses (so wie ich es bisher noch nicht fand), des Angenommenseins, des Ankommens.

Während ich schreibe, wird mir klar, dass dies nicht unbedingt im Außen zu suchen ist, dass ich das ja alles in mir trage. Das ist ok. Und doch … meine Suche führt mich weiter … diese Suche nach Heimat, nach einem Zuhause für diese intensive Zeit, nach einem Feld, in dem ich gestärkt und genährt meine „Arbeit“ leben kann, mich leben kann, wo jemand da ist, der ohne Worte versteht, der ähnlich wie ich fühlt, der sich lebt …

Doch irgendwie hat sich auch dieses Sehnen verändert. Meine hochfliegenden (und oftmals für den Moment unrealistischen) Träume haben sich verändert, sie sind kleiner, angemessener, geerdeter geworden. Was mich selbst am meisten verwundert, manchmal aber auch die Frage aufkommen lässt, was es denn nun mit all den kosmischen Gesetzen, den Visionsträumen und inneren Bildern auf sich hat. Denn so, wie ich es bisher erfahren habe, wurde aus den großen, sehr großen Visionen ein „abgespecktes kleines Leben“, was für den Moment nur noch mich betrifft. Einst träumte ich davon, Welten zu verändern, Menschen zusammen zu bringen, Lichtzentren zu erschaffen … jetzt wünsche ich mir einfach einen Ort zum Ankommen.

Einst meinte ich, das alles vom Universum unterstützt wird, bis ich immer wieder auf die Nase fiel und schmerzhaft feststellen musste, dass die Welt wohl noch lange nicht soweit ist. Und ich sicher auch nicht.

Nun … was hat es damit auf sich, so groß zu träumen, so klare Bilder einst zu bekommen und jetzt, in diesem Moment hier zu sein und zu schauen, wie man den kleinsten Schritt hinbekommt, ohne sich zu verbiegen, so, dass das momentane Leben einen noch trägt? Vielleicht sind dies Fragen ja auch gar nicht so wichtig, vielleicht geht es ja wirklich nur um den Moment, um das Jetzt? Was also ist jetzt möglich?

Wie kann ich etwas, mich verändern, damit leichter wird, was noch schwer geht, damit schöner wird, was noch grau erscheint, damit Frieden einkehrt wo noch Unruhe schwingt, damit ich mich leben kann?

Heute scheint ein Tag zu sein, an dem ich diese Grenzen ausloten darf, mich diesen Fragen stellen soll und mich hingeben … üben, mich immer wieder hinzugeben, an den Moment, an die Situation, an das, was ist (auch an das, was vermeintlich nicht ist) … so lasse ich meine Worte jetzt in den Raum verhallen und gehe noch einmal zurück in mein Tor zur Wahrheit von heute Nacht. Hier angekommen, fühle ich es … mich, meine Stärke und … unendlichen FRIEDEN …

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4 Gedanken zu “10.10. (1/1/1) – ein Tor zur Wahrheit

  1. Liebe Heike,
    da ist dir etwas Wunderbares geschehen! Ich freue mich sehr für dich!
    In diesem Fall muss ich leider sagen, so etwas Schönes habe ich gerade nicht erlebt. Vielleicht kommt es ja noch?
    Herzliche Grüße an dich!
    Alena

  2. Hallo Heike schönen guten Tag

    Es ist schön das Du den „Ort“ des inneren Friedens
    in Dir gefunden hast und ihn auch immer wieder
    betreten kannst. Das ist das Zuhause ankommen.
    Im hier und jetzt Sein. Alles AllEin zu Sein. Nicht ein
    äusseres Zuhause das der Verstand sich vorstellt
    erwartet wünscht. Er bringt Dich nur wieder in die
    Illusion der Zukunft.

    Wir brauchen diese Welt nicht zu verändern
    sondern nur durch unseren inneren Zustand
    Freude und Harmonie auch nach aussen zu
    strahlen und dadurch verändert sich die Welt.
    Das Universum unterstützt uns wenn wir den
    Weg des Herzens gehen und lässt uns auch
    Erfahrungen machen wenn wir dem Verstand
    folgen als Spiel des Lebens.

    Für mich ist es jetzt wichtig den Zustand des
    inneren Fiedens zu kultivieren reifen zu lassen
    und aus ihm heraus zu leben und mit anderen
    zu kommunizieren. Das ist auch ein Prozess.
    Das Leben geht weiter aber auf einer höheren
    Ebene wo Fragen nicht mehr so wichtig sind.
    Was in uns fragt denn und wo ist es. 🙂

    Das Herz kennt alle Antworten bevor Fragen
    entstehen und dafür braucht es kein denken.
    Denken wird auf den Moment reduziert logisch
    real und nicht mehr in die Illusion Zukunft
    Vergangenheit und doch dürfen wir unseren
    nächsten Urlaub planen. 🙂 Alles andere auch
    aber aus dem Herzen heraus zum Wohle von
    Dir und allem was ist.

    Ich wünsche Dir viel Freude bei diesem
    Reifungsprozess und schöne Momente in
    diesem stillen Raum dem Nichts aus dem
    Alles entsteht.

    Namaste

    Burkhard

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