Neumond im Skorpion

Mein Tag begann heute mit folgendem inneren Gebet:

Danke … für den Moment!
Ich fühle und genieße,
ich bin hier, ganz bei mir!

Alles, was war,
führte mich hierher.
Alles was ich erfuhr,
machte mich stark.
Alles, was schmerzte,
polierte mein Sein.

Danke … ich bin angekommen!
Ich segne meinen Weg!
Ich danke meinen Begleitern, meinen Helfern!
Meine Dankbarkeit gilt vor allem mir selbst!

Wie dunkel die Wege oft auch waren,
sie wollten durchschritten sein.
Sie führten mich hierher,
ins Licht!

Ich sehe … ich erinnere … ich liebe!
Ich fühle … mich … neu und präsent.
Ich bin da, bei mir, im Herzen!

In diesen Tagen durchströmt mich immer wieder das Gefühl, angekommen zu sein. Es ist sehr seltsam, komme ich mir doch gleichzeitig vor, weit weg von all dem Kampf, dem Drama, der Dunkelheit und Verzweiflung zu sein. Dabei ist es noch gar nicht lange her, als ich es selbst durchlebte. Und ehrlich, ich weiß auch nicht, ob da irgendwann noch was nach kommt …

Doch für den Moment (und der dauert jetzt schon einige Zeit an), ist es still. Frieden und Gelassenheit drücken sich durch mich aus. Ich fließe mit, gehe einen Schritt nach dem anderen, leicht, manchmal fast schwebend und staune über diese Leichtigkeit. So vieles, was jetzt getan werden will, wird unterstützt und löst sich dermaßen leicht auf bzw. kommt in die Form, wo es weiter geht, dass ich immer wieder staune. Das kenne ich so nicht. Bisher war viel Kampf dabei, Frust und Abneigung begleiteten mich, wenn ich mich tief in den Systemverstrickungen wieder fand. Das ist jetzt anders. Ich freue mich über manch Unterstützung, die von dort kommt und nehme an.

Ein wenig traurig bin ich grad, weil ich so viel im Außen agiere, dass der Raum zu meinem Feld etwas vernachlässigt wird. Das fehlt mir! Zu fühlen, zu teilen, draußen unterwegs zu sein, dort Kontakt aufzunehmen …

Doch der November möchte von mir, dass ich mich neu ausrichte, neu einlasse, weiter gehe. Und dabei wird einfach alles anders, mein Tagesablauf, meine Strukturen beginnen sich zu verändern, mein Feld sich neu auszurichten und zu weiten. Das bringt mit sich, dass Gewohntes sich auflöst, dass ich Dinge anders machen soll und darf, dass ich heraus trete aus meinem „Schneckenhaus“ und am Leben teilnehme.

Und ja, ich fühle schon tief in mir die Freude, dieses Neue zu leben und willkommen zu heißen. Es zieht mich tiefer zu mir und lässt mich mich selbst neu erfahren. Es braucht Mut, diesen Schritt zu gehen und alles loszulassen, alles, was ich meine, noch kontrollieren oder unterstützen zu können. Es ist ganz oft nicht mehr meins, da sich auch Verstrickungen, Verbindungen und Beziehungen lösen.

Dieser Neumond, bringt er das (vorläufige) Ende der Reise in die Tiefe? Ich beobachte, wie sehr viele gerade dort ihre Tage verbringen, teils am Ende ihrer Kraft, teils am Rande der Verzweiflung, teils unsicher und verwirrt, weil keine Lösung in Sicht ist. Warum ist das so? Warum geht es auf diese Weise, warum Diejenigen, die eh schon so lange am „arbeiten“ sind?

Ich meine, es geht jetzt darum, diesen Umkehrpunkt zu erreichen. Diesen Punkt in einem selbst, wo es tiefer nicht mehr geht. Diesen Punkt, wo man nur noch kapitulieren kann und sich hingibt. Dort, wo sich der heftigste Schmerz bemerkbar macht, dort, wo es dunkler nicht mehr sein kann. Doch was passiert an diesem Punkt?

Steh´, steh´ still, atme und sieh´ … siehst du, wie ein Licht zu strahlen beginn? Ganz klein, fast nicht sichtbar, will es sich dir zeigen. Es kommt aus dir heraus, du selbst trägst diese Licht in dir! Sieh´, es möchte wachsen, möchte dich erhellen und dich strahlen lassen … lass es zu – jetzt! Du hast nichts zu verlieren! Du kannst nicht daran sterben! Nur das in dir stirbt, was dich klein hielt, was dir aufgedrückt wurde, was du übernommen hast. All das will gehen … Das Licht aber bleibt!“

Ich zünde eine Kerze an, als Symbol für dieses Licht, das in Jedem von uns wohnt. Erinnere dich daran und fühle es, gerade in diesen so dunkel erscheinenden Novembertagen!

Und bitte – verlier niemals deinen Mut, niemals dein Vertrauen in dich und deinen Weg! Du bist richtig, so wie du bist! In jedem Moment darfst du sein und fühlen, was du fühlst! Lass dir nicht das Gegenteil einreden, denn dann würdest du dich selbst ablehnen und das wäre ja nun total kontraproduktiv. Du bist ja dabei, zu lernen, dich anzunehmen, anzunehmen, dass du bist, wie du bist! Das ist mit Selbstliebe gemeint. Das ist es, was gerade jetzt so wichtig ist! Denn nur wenn du dich annehmen kannst, egal in welchen Gefilden du gerade herum kreiselst, bist du bei dir. Du hast so viele Facetten in dir, nicht alle davon sind strahlend, offen und mitteilend, nicht alle wollen sich zeigen, wollen teilen oder können jubeln. Manche sind da, damit du den Ausgleich zwischen Freude und Traurigkeit (er)lebst, andere, damit aus Angst Liebe wird … du weißt, was ich meine.

Nimm dir diesen Neumondtag (und die Tage danach), schau ihn dir an, schau dich an, fühle und sei einmal mehr bei dir. Du wirst spüren, was sich lösen mag, du wirst auch dein Licht in dir sehen können, wenn du dich daran erinnerst, dass du es in dir trägst. Ich wünsche dir viel Kraft, Durchhaltevermögen und Mut, deine Veränderungen und Heilungen willkommen zu heißen! Sieh das Licht, wie es strahlt:

Hilfreiche Angebote für dich, bei denen ich in deiner Seele lese 🙂 :

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3 Gedanken zu “Neumond im Skorpion

  1. Danke, liebe Heike für deine Mut machende Worte. Ja, ich bin gerade an dem Punkt, wo sich der heftigste Schmerz bemerkbar macht und es dunkler nicht sein kann. Ich versuche den Mut und das Vertrauen in meinen Weg nicht zu verlieren und das Licht in mir zu finden 😉

  2. Liebe Heike, ich danke dir von Herzen! Deine Worte sind so tröstend, stützend und liebevoll ! Gerade heute brauchte ich sie besonders, denn für mich ist es ein besonders schwerer und dunkler Tag, an dem ich ein wenig vergessen habe, dass dieses Licht in mir brennt, dass ich ein Licht bin. Ich kann gerade leichter durchatmen und spüre Wärme!
    Alena

  3. Liebe Heike, auch ich möchte dir danken für deinen aufbauenden Worte, die Mut machen weiterzugehen, auch wenn es wie du sagst dunkel ist. Schon ab und an kam diese Botschaft des Lichtes, das in uns wohnt zu mir, aber so richtig entdeckt habe ich es noch nicht. Ich merke auch, dass ich müde und erschöpft bin in letzter Zeit. Aber du gibst wirklich Hoffnung, wie schön. Sei lieb gegrüßt von
    Michelle

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