Wintersonnenwende – Zeit der Stille

Nebel legt sich über das Land, es regnet und der Schnee taut. Grau ist es da draußen, grau und noch dunkler als sonst. Zeit der Wintersonnenwende – Zeit der Stille.

Nicht nur das Wetter zeigt an, dass dies Tage der inneren Einkehr sein können und für Viele auch sind. Es ist, als ob in einem Moment alles steht, alles ausatmet … um dann wieder einzuatmen. Es ist, als ob sich Dinge noch einmal ins Feld mogeln, um Erkennen zu bringen … es ist still …

Doch inmitten dieser Stille taucht hier und da etwas auf, was unsere Aufmerksamkeit verlangt. Ich habe gestern einiges erkennen dürfen, wurde lautstark auf meine Grenzen aufmerksam gemacht und zog prompt heute Karten, die alle das Thema „innere Grenzen“ beinhalteten. Gestern waren es die Grenzen, die jemand übertrat und mir zu nah kam (ich scheine ihn dazu eingeladen zu haben – unbewusst), heute drehte es sich um eigene innere Grenzen, sozusagen „hausgemachte“, vielleicht auch „alte“, die mich von etwas abhalten wollten. Mittlerweile habe ich sie erkannt und alles hat sich in die richtigen Bahnen gelenkt, fast von allein.

Das fällt zunehmend auf, dass sich Dinge zwar zeigen, doch genauso schnell wieder auflösen. So wie ein kurzer Windhauch, der zu sagen scheint: „Schau, mich gibt es auch noch!“ Doch wenn ich ihm keine Beachtung schenke und keine Energie hinein gebe, dann ist er genauso schnell verschwunden.

Ein weiteres Phänomen durfte ich gestern erfahren und mit allen Sinnen erleben. Man lud mich (obwohl erst so kurz hier wohnhaft) von Amts wegen vor. Ich saß da also und hörte mir 30 min lang an, was die Dame zu sagen hatte. Sie wiederholte sich und wiederholte sich und schien überhaupt nicht fertig zu werden. Irgendwie wurde sie auch immer unsicherer … kein Wunder, denn ihre „Angst- und Schuldpfeile“ erreichten mich nicht. Wißt ihr, wie toll das war? Ich saß da, fühlte eine Art „Schutzschild“ um mich herum und konnte fast sehen, wie diese „Pfeile“ auf mich „abgeschossen“ wurden, nur kamen sie nicht durch und prallten ab. Ich hatte ja Zeit (während die Dame referierte) und so konnte ich zwischendurch noch kurz Zwiesprache mit meinen Begleitern halten.

Die ganze Situation war recht skurril und zeigte mir eins, ich bin stark! Stärker als ich bisher meinte! Ich habe mich verändert! Auch das, ohne es schon so richtig zu erfassen, nur diese Situation hat es mir so sehr gespiegelt …

Ich kann alles schaffen! Wenn ich an mich glaube und mir vertraue, wenn ich aus den Angstfeldern heraus gehe und wenn ich es nicht zulasse, dass mir jemand sagt, was ich wie zu tun habe. Momentan kann ich noch nicht alles einfach umgehen, doch ich habe die Macht, dem Energie zu geben, was mich stärkt und mich da abzuwenden, was mich schwächt.

Nun, das war gestern. Heute fühle ich diese Stille. Viele haben sich in die Weihnachts- und Jahreswechselferien verabschiedet, andere ziehen sich in ihre Familien zurück. Ich bin hier, nach drei Wochen schon recht gut angekommen und fließe mit. Und so öffnen sich gleichzeitig in dieser Stille neue Türen. Es klopft an und will in eine neue Form, sacht und gemächlich, einen Schritt nach dem anderen, aus der Tiefe meines Seins heraus. Auch dazu ist diese Stille vonnöten, dazu ist es gut, sich nicht ablenken zu lassen bzw. in einen Festtagsstrudel hinein gezogen zu werden. Bei mir spielt sich da nicht allzuviel ab. Ich lege eher Wert darauf, meine Kinder zu treffen, miteinander zu reden und meine Familie zu besuchen. Dies aus dem Grund, dass man sich trifft, weil man es so möchte … ohne Zwang, ohne Druck … einfach so …

Und zwischendurch nehme ich die Stille, fühle mich hinein, fühle, wie hell gerade jetzt mein Licht brennen mag und wie wichtig es ist, dies zu erkennen. Denn in der dunkelsten Nacht ist ein Licht so wichtig, so wegweisend, so einhüllend …

Wintersonnenwende – dieser Tag hat etwas Besonderes in sich, wenn man offen und mit dem Herzen fühlt. Es ist Zeit, Zeit, all das Schwere und Kalte, all das Schmerzende loszulassen und sich dem Licht ganz neu zuzuwenden. Es ist Zeit, das Licht willkommen zu heißen, besonders das eigene Licht, das Licht des Herzens!!! Es braucht unsere Zuwendung, braucht Raum, um wahrgenommen zu werden und es braucht Aufmerksamkeit, um zu wachsen und ganz groß zu leuchten.

Ich wünsche euch eine stille Zeit mit leuchtenden und warmen Herzen ♥

… aus meinem Kalender „Lichtblicke 2018“

Dies ist das letzte, das Dezemberblatt in meinem Kalender „Lichtblicke 2018“. Falls jemand noch ein Exemplar kaufen möchte, ich habe noch 1 x A4 und 8 x A5 vorrätig. Bitte per Mail oder über den SHOP bestellen, danke 🙂 … Infos dazu auch auf meiner Seite: http://www.heike-kuehnemund.net/Buecher/CD/Kalender/Kalender/

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Ein Gedanke zu “Wintersonnenwende – Zeit der Stille

  1. Hallo Heike schönen guten Tag

    das schöne an der Stille ist Du bist das Meer das
    tief in sich ruht und auch die Wellen an der
    Oberfläche. Du kannst wählen bist Du oben in den
    Spielen der Welle oder unten und beobachtest
    nur was geschieht.
    Bist Du unten bist Du alles und siehst alles mit
    Mitgefühl und Barmherzigkeit Verständnis und
    Freude. Nicht mehr angreifbar sein weil da nichts
    ist was sich angegriffen fühlen könnte.
    Behörden damit konnte man uns früher immer
    gut Angst einjagen. Und heute auch nur Wesen.
    Die Tage werden jetzt wieder länger und jeder
    wird von diesem neuen Licht bestrahlt und wird
    sich in sener Zeit wandeln.
    Ich wünsche Dir eine lichtvolle Zeit und viel
    Freude im Kreise derer die Dir nahe stehen.

    Namaste

    Burkhard

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