Wir dürfen leuchten (vor allem die Frauen)!

Als ich heute morgen zeitig erwachte, sah ich einen anderen Lichtschein zu meinem Fenster herein strahlen – der Mond zeigte sich mir, das 1. Mal, seitdem ich hier bin 🙂 … doch er war nicht einfach nur so am Himmel, nein er hatte einen kleinen und einen großen „Ring“ um sich herum. Ich musste auch gleich raus, um dies zu fotografieren, leider sieht man ihn nicht so deutlich, wie er in Natura zu sehen war.

Witzigerweise erreichte mich zur selben Zeit eine Mail einer lieben Leserin, die mich auf dieses Phänomen aufmerksam machte. Und sie schrieb noch etwas anderes, nämlich dass alles „ein Kreis sei“ und wir eins sind mit allem, sowie dass das Weibliche noch mehr strahlen darf. Ich erwähne das hier, weil mich ähnliche Gedanken bewegten. Momentan zeigen sich im Familiengefüge Dinge, die teils ziemlich schmerzhaft sind. Es geht darum, wie unterschiedlich man mit Frauen und Männern umgeht. Wenn Männer (oder Jungen) etwas tun, dann wird es gesehen, gelobt und kommuniziert. Bei uns Frauen (und Mädchen) war da ein großes Schweigen – und ist es noch. Ich fragte mich, warum?

Schaut man sich mal die Entwicklung der letzten hundert Jahre an, kann man schon hier sehen, wie sich ein roter Faden hindurch zieht. Damals, nach dem Krieg hatte der Mann das Sagen, sofern er diesen überlebt hatte. Oder die Frau stand allein da und mußte sich durchs Leben kämpfen. Söhne übernahmen automatisch die „Herrscherrolle“, Frauen steckten zurück, machten sich unsichtbar, dienten.

Eine Generation später … man fand sich zusammen, baute sich gemeinsam ein Leben auf, lebte nach dem System und meinte, alles sei richtig so. Doch auch hier gab es enorme innere Differenzen. Die tief eingebrannten kindlichen Traumata (Krieg, Flucht, Erniedrigung …) saßen in allen Zellen und riefen Ängste hervor, die bis heute nicht alle geheilt werden konnten. Die Muster wurden auf die neue Generation übertragen … und wieder: Jungen sah man, Mädchen hatten still zu sein bzw. man wusste nicht, wie mit dem umgehen, was diese lebten. Das zog sich bis heute hin.

Ich klage nicht an, doch ich mag auch nichts beschönigen. Denn ich hätte mir gewünscht, irgendwann in meinem Leben mental und emotional so unterstützt zu werden, dass es mir nicht so vorkommt, als müsse ich immer alles allein durchziehen, manchmal regelrecht kämpfen. Doch leider ist dies kaum vorgekommen. Im Gegenteil, ich hatte echt Mühe, mich aus all den Gefügen, Verstrickungen und Ahnenthemen endlich zu lösen. Hier bin ich gerade dabei und übe mich darin, meine weibliche Kraft, mein Dasein als Frau, mein Leben und meine Visionen zu leben und mich zu zeigen. Noch mehr strahlen, noch mehr gesehen werden, noch mehr Licht geben, noch mehr Ich sein … zu dem stehen, was mir wichtig ist, als weibliches Wesen aus dem Innen heraus zu sein, dem Fluss zu folgen, Wärme zu geben …

Zumindest kommt jetzt eine Generation, die das ganz anders machen kann und wird. Ich muss sagen, ich habe von Beginn an meine Kinder frei „erzogen“, habe mich bemüht, sie frei zu lassen, wobei auch hier immer wieder zu schauen war, inwieweit ich wirklich aus mir heraus handelte oder wieder in gewohnte und vorgelebte familiäre Muster zurück fiel. Doch denke ich, dass ich (und viele von euch auch), dass wir ganz viel davon lösen und heilen konnten, damit jetzt neue Wege frei werden. Es ist so wichtig, füreinander da zu sein, auch in der Tiefe, emotional, gefühlsmäßig, im Herzen. Es ist wichtig, darüber zu sprechen, sich auszutauschen und jedem seins zu lassen. Es ist wichtig für uns alle zu lernen, unsere Herzen weit zu öffnen und die Liebe fließen zu lassen … auch das ist neu, oft noch gewöhnungsbedürftig und immer wieder des Erinnerns wert.

Lasst uns so richtig strahlen und füreinander da sein! Das braucht es in diesen Zeiten!

… und schaut mal, ich habe eben das Morgenlicht einfangen dürfen, endlich mal was anderes als das ewige Grau … wunderschön, nicht wahr 🙂

Ich bin für dich da:

… mit meinen Angeboten, bei denen ich „in deiner Seele lese“, dir Impulse gebe, deine Selbstheilungskräfte anrege und dich auf deinem Weg begleite –

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2 Gedanken zu „Wir dürfen leuchten (vor allem die Frauen)!

  1. ich habe ebenfalls eine intensive Phase der Aufarbeitung meiner Ahnen erfahren und immer mal wieder kommen Themen sporadisch hoch. Bei meiner Bearbeitung dieses Themas ist mir etwas wichtiges aufgefallen. In wieweit das für andere Familien zutrifft, muss jede, jeder für sich selbst beurteilen. Ich möchte gerne von dem Schattenthema Frau sprechen, denn infolge der Machtlosigkeit der Frau in der Öffentlichkeit, übte die Frau im Hintergrund recht unbewußt Macht aus. Sie erzog den Nachwuchs bei meist abwesenden Vätern. Viele Menschen meiner Generation können sich daran erinnern, dass der Vater entweder arbeitete oder am Abend wenn er nicht hinter einer Zeitung oder dem Fernseher verschwand, doch eine recht zurückgezogene Rolle im Haushalt und bei der Erziehung inne hatte. Vielleicht wurde mit seiner Anwesenheit noch gedroht: „warte, bis der Vater heim kommt.“ Der Vater war vielfach das unbekannte Wesen, das man fürchtete. Die Mutter gab bei den Kindern den Ton an und war so eine übermächtige Person. Für die Jungen war das fatale, dass sich eine unbewußte Angst vor Frauen aufbaute, je nachdem wie stark der Druck der häuslichen Erziehung empfunden wurde und die Mädchen entwickelten hier schon, wenn sie den Vater nicht als anwesende, fürsorgliche Person erlebten, die Basis, die ein Leben lang eine unerfüllte Partnerschaft nach sich ziehen konnte. So kam imErwachsenenalter die oft merkwürdige Konstellation, dass der Mann die Familie flüchtete und die Frau zu sehr fest hielt zustande. Hinzu kommt die unbewußte Konkurenz zum jeweils anderen Geschlecht. Bei den Jungen um die Mutter gegen den Vater, bei den Mädchen um den Vater gegen die Mutter. Durch die als stark erlebte Mutter und den abwesenden Vater konnten Jungen kein starkes Selbstbewußtsein aufbauen. Ich will ja nur das Thema grob umschreiben, es ist ja wirklich kein kleines, aber ich behaupte, die Mütter erzogen und erziehen teilweise auch heute die Jungen anders als Mädchen. Von Anfang an wurden sie ein kleines bisschen mehr hofiert. Es ist ja auch was tolles, so ein kleiner Kerl, der an seiner Mutter hängt und in einem weiblichen Körper, unserem Körper heranwuchs. Mütter haben uns jahrhundertelang die kleinen Machos herangezogen, weil die Männer ja nicht da waren und eine auf das andere Geschlecht bezogene emotionale Lücke war. Die Mädchen wurden oft wesentlich härter an Aufgaben und Bedingungen gestellt, als die Jungen und genossen viel weniger Freiheiten. Die andere Seite war, dass es Männerarbeiten gab und Frauen, die ganz bewußt sich auch gerne das Leben erleichterten, indem sie immer ihren Mann vorschoben und plötzlich schwach waren oder Entscheidungen ihren Männern überließen. Wenn es dann in die Hose ging, war dann wenigstens er schuld. Was man in jungen Jahren emotional erfahren hat, manifestiert man als Erwachsene. Es ist „ins Fleisch übergegangene Überzeugung“ des eigenen Seins und so schafft man sich die gleichen Voraussetzungen wieder. Es ist so wichtig, dass man sich bewußt macht, wo es in der eigenen Familie gehakt hat. Sobald man sich das bewußt gemacht hat, löst sich das Muster auf. Beii den meisten lief das ähnlich ab. Ich habe jetzt so viel geschrieben, weil ich nicht nur die Seite, also die unterdrückten Frauen stehen lassen wollte, wobei ich hier jetzt nur die Basis, eben auf die Familie Bezug nehmen wollte, die letztlich der Schlüssel zu größeren Dramen in der Vergangenheit war. Zum Glück hat sich dieses Bild sehr gewandelt. Die junge Generation hat so tolle mütterliche Väter und so taffe väterliche Mütter.
    Liebe Grüße und vielen Dank Heike

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