Was geschieht mit mir?

Das frage ich mich schon seit Tagen! Ich durchlebte Sterbe- und Loslassprozesse, sah und spürte, wie sich täglich eine Schicht nach der anderen löst, erfahre, wie es ist, wenn (wieder mal) alles weg ist, was mich ausmacht. Worte für all das, fand ich wenig, immer, wenn ich etwas ausdrücken wollte, war da gleich in großes „Nichts“ …

Dieser Novemberbeginn toppt so ziemlich alles, was bisher war oder er ist einfach die Fortsetzung von all dem, all der Innenarbeit, der Energieerhöhung, dem Durchwirbeln der Zellen, der Neuwerdung. Für mich war und ist es gerade eine Zeit, wo ich im leeren Raum stehe und den nächsten Schritt nicht sehe. Auch diese Situation hatte ich schon öfter, ja, sie ist eigentlich bekannt.

Und doch, irgendwas ist anders! Die Heftigkeit, mit der all diese Prozesse durchlebt werden wollen, macht zeitweise echt Angst, geht enorm an die Substanz und auf den Körper. Müdigkeit, Kraftlosigkeit sind die Folge, tiefer Schlaf (wenn denn möglich), Träume, heftiges Schwitzen …

Vor allem die Loslassprozesse haben es in sich, fühlt es sich doch an, als ob „kein Stein auf dem anderen bleibt“, als ob wirklich alles durchleuchtet und auf Wahrhaftigkeit überprüft wird. Demzufolge ändern sich die Dinge, wieder einmal. Vielleicht habt ihr es schon gesehen, ich habe alle meine Angebote gecancelt. Es tat weh, dies zu tun, doch es sollte schon lange nicht mehr sein. Es gab eine Zeit, da war all das richtig, wichtig und für viele hilfreich. Doch zu erkennen, wann es genug ist, fällt nicht immer leicht und kann durchaus „übersehen“ werden. In meinem Fall kommen auch noch jede Menge „spirituelle Irrtümer“ hinzu, was ein eigenes Thema wert wäre! So z.B.: Wie habe ich als „Heiler/Thearpeut“ zu sein? Was darf ich nehmen? Wo darüber sprechen, wie es mir persönlich geht? Muss ich immer stark sein, wenn ich „heilen“ anbiete? Dieses Thema beschäftigt mich zusätzlich und hat mir ebenso Klarheit gebracht.

Die wichtigsten Fragen in diesen Tagen sind nämlich gerade: „Was stärkt mich?“, „Was nährt mich?“, „Womit fühle ich mich wohl?“

Wenn ich diesen nachgehe, dann kommt ein ganz anderes Bild über mich dabei heraus. Dieses Bild zeigt mir, dass ich mir dieses Leben so ausgesucht habe und in diesem Leben erst dabei bin, eine innere Stabilität zu finden. Dies geht nur darüber, dass ich zutiefst alles fühle, den Schmerz, das Sterben, die Trauer – aber auch die Freude, die Liebe, die Leichtigkeit. Mit all dem zeige ich mich, schon lange … nur passe ich wohl damit nicht in die Schemen mancher Menschen, die eben meinen, wir müssten „so und so“ sein … So habe ich auch immer wieder versucht, mich abzuducken, anzupassen oder so zu tun, als ob. Doch das geht immer weniger gut und ist mit viel Kraftanstrengung verbunden. Weshalb ich mich jetzt entscheide, dies alles zu lassen und mich so zu zeigen, wie ich bin. Auch wenn das Konsequenzen haben wird, die ich noch nicht absehen kann …

Damit passe ich auch nicht in das Schema eines finanziell in Fülle lebenden „spirituellen Menschen“ … auch hier mache ich Erfahrungen, die ich nicht immer verstehe und wo ich mich manchmal frage, warum ich dies nun auch noch so erleben soll. Es geht ziemlich hoch und runter dabei. Sicherheiten und planbare Zahlungen sind dabei wohl nicht vorgesehen. Was dann wieder heißt, dass ich ins Ungewisse springe bzw. dort herum dümple und nicht weiß, wann das nächste Geld fließt. In dieser Situation befinde ich mich gerade wieder. Eigentlich frei (also ohne Amtszahlungen), doch fast ohne Einkommen, dann noch Zahlungen für die Krankenkasse und mein tägliches Leben. Meine derzeitige Wohnsituation scheint mir jedoch einen Raum zu bieten, damit ich dies (irgendwie) händeln kann. Ja, ich fühle, dass sich auch in meinem Leben gravierend was ändern will, das „Wie?“ ist allerdings nach wie vor verborgen und somit meine Geduld und mein Vertrauen wie eh und je gefragt.

Was geschieht nun mit mir? Wenn man diesen „Ist-Zustand“ anschaut, könnte man meinen (und ich meine das in manch kurzem, dunklen Augenblicken auch), dass ich noch nie so „weit unten“, mit so wenig Geld und ohne jegliche Perspektive war. Das leere Feld wird größer, das „Nichtwissen“ auch, diese Sterbeprozesse brennen alles weg und holen hervor, wer ich bin. Verstecken gilt nicht mehr, besonders nicht vor mir selbst. Das zumindest zeigen mir diese Tage. Die Wahrheit will auf den Tisch, meine Wahrheit, von mir gesehen, angenommen und akzeptiert. Denn dagegen wehren, braucht so viel Kraft, das bringt es nicht.

Auch wenn das heißt, wieder gefühlt neu zu beginnen (sofern sich denn mal zeigt, was dieses Neue sein will), wieder abzutauchen und in den Loslassprozessen zu sterben, um die Hände und das Herz freizubekommen. Auch wenn es sich anfühlt, als ob zig Leben damit losgelassen werden wollen, als ob ein großer Zyklus beendet werden will, was es eben so schmerzhaft macht. All das war so bekannt, so gewohnt und beruhigend, eben, weil es da war und wir uns darin eingerichtet hatten. Nun sollen wir loslassen, sollen in ein ungewisses Feld springen, sollen im Nebel herum tapsen (siehe draußen) und nicht wissen, wohin wir den nächsten Schritt setzen. Wer geht da schon freiwillig weiter? Doch das Universum hat so seine Mittelchen, um uns zu schieben, zu erinnern oder einfach an einen Ort zu setzen, wo wir gar nicht anders können …

Diese kommende Novemberwoche scheint noch einen drauf setzen zu wollen. Die Energien sind erneut am ansteigen, Neumond, Planetenwechsel, das 11-11-Tor und alles, was sonst noch so im Feld herum kreiselt. Eine dunkle Zeit, wohl wahr, die aber auch eine Aufforderung sein kann, das Licht in sich selbst wieder zu finden. Ja, das klingt jetzt zwar etwas optimistischer, nur dass ich echt Mühe habe, diesen Optimismus gerade auch zuzulassen und zu leben. Denn wenn die Tage gefühlt leer sind, der Himmel grau, das Innere wund, die Sicht getrübt (und das Konto fast leer 😉 ), dann möchte ich mal sehen, wer sich da noch in Optimismus zeigen kann. Ich jedenfalls hangle mich so von Tag zu Tag, suche echt danach, hier was für mich Stärkendes, zumindest etwas Lichtvolles zu finden und bin dankbar, wenn sich meine Blicke auf einen Text richten, der dann mal mutmachende Worte enthält oder bestätigt, was gerade abgeht.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es dir ähnlich geht und du dich ebenso gesehen fühlst, wenn du meine Zeilen liest 🙂 .
Sollte dem so sein, freue ich mich über deine Spende für meine Blogarbeit, die Kontodaten findest du unter „Geld und Spenden“ 🙂

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