Es ist erst der Anfang

Ich wundere mich, dass ich überhaupt noch schreiben kann und Worte für das finde, was ich gerade erfahre und wahrnehme. So viele verschiedene Felder wirbeln herum, so unterschiedlich fühlen sich diese Tage an, ja die Wahrnehmung wechselt machmal schneller als ich hinterher komme.

Nachdem gestern nun mal ein wenig Sonne zu sehen war und ich eine große Runde draußen gedreht habe, haute es mich am Abend hin. Mein Körper wurde so geflutet, dass es schmerzte. Mein Herz, die ganze Herzregion, die Schulterblätter (Flügelschmerzen), dann heute morgen die Zähne, so als hätte ich die ganze Nacht verkrampft zugebissen …

Mir war, als ob eine große Energiemenge durch mich hindurch floss. Alle Zellen vibrierten und das für Stunden. Mein Emotionalkörper wurde erneut angetriggert, so dass sich auch hier weitere Dinge lösten.

Ja, es ist schon nichts neues mehr, dass all dies geschieht. Doch ich fühle es ziemlich anders als all die Jahre zuvor. Hier ist definitiv mehr im Gang und anderes am Neuentstehen, als jemals zuvor. Und so kam eben dieser Satz: „Es ist erst der Anfang!“. Vielleicht fragst du, der Anfang von was? Ich glaube, es ist der Anfang des Freiwerdens, des Erinnerns in der Tiefe, der Anfang von etwas, was uns in völlig neue Felder, Zustände und Erfahrungen bringen wird.

Es geht ja schon los damit. Seit einiger Zeit (Anfang November?) spüre ich, dass da in mir die Schichten blättern. Mal mit einem großen Ruck, so dass ich vor tiefster Liebe für mich selbst und aus Berührung kaum weiß, wie ich damit umgehen soll. Wenn das Herz überquillt, wenn Sturzbäche von Tränen kommen, wenn man meint, endlich angekommen zu sein … wie damit umgehen? Es ist so neu, so anders – sich selbst in diesem Licht auf diese Weise zu sehen und fühlen!

Dann wieder geschieht es subtil, so dass man schon genau hinschauen muss oder es erst bemerkt, wenn man im Alltag anders fühlt und agiert.

Ich fühle mich, wie auf einem schwankenden Schiff. Mal neigt es zur einen Seite, mal zu anderen. Mal könnte ich „Bäume ausreißen“, mal will ich nur meine Ruhe und keinen sehen. Mal fühle ich mich mir selbst sooo nah, wie überhaupt noch nicht, mal sehe ich kein Land und schaue mich verzweifelt nach einer Rettungsleine um. Und so wechselt dies derzeit immer schneller. Wobei ich den Eindruck habe, dass die lichtvollen Momente kürzer sind als die der Dunkelheit.

Es ist fast wie ein Herauswinden aus einem Kokon, wie, als ob ich mich da herausschraube, im Kreis drehend, nach oben schiebend, angestrengt und manchmal mit viel Kraftaufwand, um im nächsten Moment ein großes Stück weit hinauf geschleudert zu werden …

„Normales“ Leben ist kaum noch möglich! Pläne machen für mich auch nicht. Es gilt, nur den Moment zu sehen und sich immer wieder daran zu erinnern, dass dieser Prozess die Neugeburt einer höheren Dimension ist bzw. ich in diese eintrete und das mit vollem Bewusstsein. Dabei noch mal eben gleichzeitig all das bisher erfahrene gehen zu lassen und mich nicht aus Angst an irgendwelchen vermeintlichen Strängen/Sicherheitsleinen festzuhalten, ist herausfordernd hoch drei!

Mittlerweile frage ich mich immer öfter: „Wie geht es ohne Strunkturen und ohne die gewohnte Linearität?“ Denn ein „normales“ Erleben und Leben wird zunehmend erschwert. Strukturen sind zwar noch da, doch gefühlt am Ende. Was kommt danach? Was, außer im Vetrauen da zu sein und im Vertrauen auch mal zu springen? Was, wenn alles Bekannte wegfällt? Woran hält man sich dann fest?

Auch wenn ich die Antwort auf all die Fragen innerlich kenne, sind diese Fragen trotzdem da, denn mein Alltag will weiter gelebt werden. All die Dinge, die immer noch systemkonform sind, kommen trotzdem und wollen beachtet werden. Nur, gerade jetzt, in diesem Auflösungsprozess finde ich es sehr anstrengend, wenn dies meine Aufmerksamkeit fordert.

Auch meine körperlichen Befindlichkeiten zeigen grenzwertige Dinge. Ich fühle mich zeitweise, als wäre ich in der Wüste gelandet. In mir brennt ein Feuer, dass immer wieder kurz auflodert, mich dazu bringt, schnellstens alles auszuziehen, was gerade entbehrlich ist. Doch nicht lange, dann friere ich und suche mir wieder die dicke Jacke. Meinem Körper macht diese ganze Umstellung diesmal ganz schön zu schaffen. Ich versuche, mich in der Natur zu erden, doch bei dem grauen Wetter hält sich so manches Mal meine Lust auf Draußensein in Grenzen. Und nicht jeder Tag ist gleich. Manchmal laufe ich und könnte ewig so weiter laufen, manchmal schleiche ich dahin und bin schnell wieder drin.

Auch mein Schlafrhythmus ist komisch. Abends falle ich superzeitig todmüde ins Bett, um dann jeden Tag Punkt 4.00 Uhr aufzuwachen.

Vielleicht fühlst du dich ja nicht ganz so allein, falls du ähnliches in diesen Tagen erlebst. Ich bin immer froh, wenn ich von anderen lese, was sie gerade wahrnehmen, denn das hilft schon sehr, so manchen dunklen Moment durchzustehen. So fühle ich mich nicht ganz so weit weg mit all dem …

Wenn es dir auch so geht, freue ich mich über deine Spende für meine Blogarbeit, die Kontodaten findest du unter „Geld und Spenden“

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8 Gedanken zu “Es ist erst der Anfang

  1. ja heike wir gehen durch das tor und meine Familie musste ich loslassen und diesmal weiss ich es ist richtig so und es geht immer weiter ja die nacht war ich viel wach und trotz durcheinander klarer als manche zeit im Oktober und November sei gesegnet und alle die sind Jutta shorina

  2. Danke,liebe Heike
    Mir ist es gestern auch so ergangen,mir ist gestern der Kreislauf von einer sekunde zur anderen weg gewesen,ich bin in der Wohnung gelaufen und geatmet.,ist so den ganzen Tag dahingegangen,abends Besserung,in der Nacht bin ich wach geworden,es war mir Eiskalt trotz ganz warmen Zudecke
    Zu stände habe ich auch soiche,wie Du schreibst.Heute gehts mir gut.lch melde mich bald,ich werde mich auf Deiner Seite umschauen ,lch bin selbst mit einer Gabe gesegnet,und freue mich ,wenn ich Deine Zeilen lese. In Diesem Prozess.lch bin auch in grosser Veränderung.Bezüglich Wohnsitz.
    Ich Danke Dir für Deine E mails.liebe g.Martha.aus o.östereich,

  3. Danke für die Erzählung von Deiner aktuellen Situation – musste Schmunzeln, denn mir geht es genau so.
    Manchmal habe ich dass Gefühl, diese Transformation ist nicht so sexy, jeden tag muss ich mich neu kennenlernen, kann mich selber kaum einschätzen, geschweige andere.
    Doch dann denke ich: was, wenn da nun etwas grosses kommt?
    Das gibt mir den Mut es anzunehmen und einfach zu sein, im hier und jetzt🙏

  4. Liebe Heike, vielen Dank für dein Beschreiben. Ich kenne diese Symptome alle mehr als gut und muss nur gerade schmunzeln, weil ich offenbar „gegenläufig“ bin….oder einen Teil schon hinter mir habe? Doch weiß ich aus den vergangenen Jahren nur zu gut, dass irgendwann die nächste Welle kommt…. Nur im Moment habe ich bei mir eher das Gefühl, dass es ganz leicht geht, „es“ sich formt, dass etwas Großes kommt, ich kann es fast schon greifen….ich habe keine Ahnung, was, aber es fühlt sich phänomenal an. Ist spannend zu beobachten, wenn man so im Freiflug ist 😉
    Ich wünsche dir alles Liebe…..

    1. Update zu gestern: Deine Überschrift zum Beitrag vorher „Und dann kommt es doch anders“ bekommt für mich eine andere Bedeutung. Erst das totale Wohlsein, Fliegen und gestern hat es mich dann niedergelegt. Hals und Nase melden sich heftig zu Wort… und ich darf mal wieder feststellen, dass es immer wieder spannend ist. Wobei die Konstellation der Sterne dazu gerade sowas von passt. Ich konnte sehr schnell meine Themen identifizieren. Selbstfürsorge ist jetzt angesagt… Einen wundervollen und sonnigen Sonntag

  5. Hallo ihr Lieben, ein kurzes Update zu gestern:

    Nachdem ich den Text veröffentlich hatte, zog es mich erst richtig in die Tiefe. Es war dort so dunkel, alles erschien mir nur noch aussichtslos, verzweifelt konnte ich mich dann nur zurück ziehen und ließ dieses über Stunden zu. Manchmal frage ich mich, wo die vielen Tränen noch herkommen und wie tief es denn noch geht …
    Dieser Tag gestern war so hammermäßig, dass ich echt kaum noch wusste, wie ich das alles überstehen soll … also diese Art zu sterben ist wirklich heftig und ich frage mich, wieso ich mich dazu entschieden habe, das immer so in der Tiefe alles wahrzunehmen und so intensiv zu fühlen? Mein Umfeld scheint das alles anders zu erfahren …

    Heute ist es ein wenig heller, ob das anhält, wer weiß? Jedenfalls sehne ich mich zurück zu den wunderschönen Liebesschwingungen von letztens, da schien alles so einfach …

    Um dem gleich vorzubeugen, Ratschläge und Tipps helfen in solchen Momenten wenig, geht doch jeder auf seine Weise da durch. Mir hilft es, wenn ich trotzdem noch laufen kann (auch wenn ich mich frage, wo dafür noch die Kraft herkommt …). Heute morgen im Dunkeln war es besonders still dort draußen und meine Verbindung zu den Tieren und den Bäumen sehr stark spürbar. 🙂

    Habt alle einen schönen Sonntag trotz Tiefengang und Wellenreiten 😉 … und danke für eure Kommentare!!! ❤ ❤ ❤
    Heike

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