Barfuss durch mein Leben

… vom barfuss Laufen, Barfussschuhen und mehr …

März 2017

Im April letzten Jahres hatte ich plötzlich den Impuls, das barfuss Laufen auszuprobieren. Die ersten Schritte und Anläufe waren alles andere als fließend, ich stakselte so vor mich hin, jeder Stein tat weh, alles ging recht langsam. Trotzdem bemerkte ich sehr schnell, wie toll sich das anfühlte und wie ich es begann zu lieben … dieser direkte Kontakt zur Erde, es war super toll 😉

Es half mir, wenn ich die Energieeinströmungen mal wieder so stark wahrnahm. Es brachte aber auch meinen Körper auf ein anderes Level … ich begann, nicht mehr so an die Füße zu frieren und ging den ganzen Sommer (bis in den Oktober/November hinein) ohne Socken. Meine Durchblutung wurde angeregt und so mein körperliches Empfinden umgestellt.

Ich lief (und laufe) nicht immer und auf jedem Untergrund barfuss. Es muss sich richtig anfühlen. Ich muss mich damit wohl fühlen. Wenn es mir zu kalt oder nass ist, ziehe ich trotzdem weiter Schuhe an oder wenn ich mit dem Auto bzw. zum Einkaufen unterwegs bin, auch. Meine Intuition sagt mir, wann ich barfuss gehe und wann nicht … doch die Zeiten ohne Schuhe nehmen zu.

Interessanterweise haben sich auch meine Füße verändert. Sie sind breiter geworden und haben eine Art Polsterschicht bekommen. Und so merke ich immer mehr, dass mir kleine Unebenheiten, Steine oder Stöckchen nicht mehr so viel ausmachen. Ich laufe viel zügiger als zu Beginn, zügig und geführt. Denn dann kommt oft die nächste Frage bzw. Aufforderung: „Aber schau, dass du nirgends rein trittst!“ … diese Aufforderung ist überflüssig. Solange ich achtsam bin, passiert nichts. Mein Körper weiß, wann er ausweichen muss oder wann ich nach unten schauen soll, damit ich eventuellen Hindernissen ausweichen kann. Das hat bisher so gut funktioniert, dass ich mir darüber gar keine Gedanken gemacht habe, wenn nicht immer mal wieder „Schuhträger“ mich darauf hinweisen würden 😉

Bisher ist es nur einmal geschehen, dass ich mich ernsthaft verletzt habe. Ich war an diesem Tag emotional ziemlich „durch den Wind“, lief nicht achtsam genug und wollte unbedingt über ein abgeerntetes Rapsfeld … dies sollte man lieber sein lassen! Doch es lehrte mich, genauer hinzufühlen und noch langsamer unterwegs zu sein (im Sinne von: nicht herum hetzten, mit den Gedanken woanders sein, abwesend sein…).

Nun lief ich also bis Ende Herbst immer noch so oft es geht barfuss. Doch der Winter nahte und ich suchte nach Schuhlösungen. Leider bin ich hier noch nicht so fündig geworden. Es mussten erst mal meine breit geschnittenen Winterstiefel herhalten. Doch schon bei meinen Skischuhen spürte ich, wie sehr diese einengen … ich sehnte das Frühjahr herbei …

Nun ist es endlich wieder soweit! Die ersten barfuss Versuche startete ich Ende Februar (27.2.), noch etwas unsicher, dann Anfang März gleich mit fast „Kälteschock“ 😉 … doch der Ostseestrand lockte zu sehr. Bei 6° Außentemperatur und 3° Wassertemperatur hielt ich es nur kurz aus. Doch es war himmlich! Endlich wieder Füße frei 🙂

Die ersten Gänge über das erwachende Gras habe ich hinter mir, auf Asphalt sowieso. Nun geht es um die Frage, welche Schuhe begleiten mich in diesem Jahr?

Die ersten Barfussschuhe, meine Leguanos, liebe ich. Diese trage ich ohne Socken und meist dann, wenn es der Untergrund für barfuss nicht hergibt, wenn ich Auto fahre, einkaufen gehe …

Doch für den Übergang vom Winter zum Frühling hatte ich mir „Wildlinge“ gekauft. Diese begeistern mich total. Sie sind vegan, bio oder wie man das nennen will, jedenfalls aus schadstofffreien Materialien, Baumwolle und sooo weich und weit. Darin kann ich ewig laufen! Nur werden sie mir bei den jetzigen Temperaturen (um die 10°) schon wieder zu warm, da ich sie mit dünnen Baumwollsocken trage. Sie sind allerdings (wie die meisten Barfussschuhe) nicht wasserdicht. Und so wird immer mal gewechselt, Schuhe an, dann wieder Schuhe aus und barfuss weiter … je nach Empfinden und Gefühl.

Erst kürzlich habe ich noch was Tolles entdeckt: meine Fluppys 😉 … hergestellt von Gerti … diese trage ich im Haus, sie sind super bequem und warm, toll für „ohne Socken“ 🙂

Nun suchte ich noch etwas für kurze Strecken bzw. eine Art Latsch, der leicht zu händeln ist. Hier wurde ich auf folgender Seite fündig: http://www.outdoortest.info/gumbies-australian-shoes/

Die Gumbies sind heute gekommen (Lieferzeit topp, Qualität super, Passform auch) … ich bin begeistert! Sie sitzen perfekt und sehen toll aus. Bin jetzt gespannt, wie sie sich draußen tragen …

Wozu eigentlich Barfussschuhe?

Wenn du einmal Barfussschuhe getragen hast, spürst du den Unterscheid. In ihnen fühlst du ebenso die Unebenheiten das Bodens, kannst ganz anders gehen, ja dein Gehen passt sich dem ehemals natürlichen Gang von uns Menschen an. Mit Barfussschuhen fühlst du die Erde, denn meist ist nur eine sehr dünne Sohle zwischen Erde und Fußsohle. Da es ein anderes Gehen ist, kann auch Muskelkater in den Beinen auftreten. Dieser verschwindet, wenn man länger barfuss oder mit Barfussschuhen läuft.

Für mich sind Barfussschuhe wichtig. Sie schützen meine Füße vor Kälte, vor Schmutz und ich trage sie dann, wenn ich nicht ganz so achtsam und frei unterwegs sein kann … und manchmal auch, wenn mein Körper meint, etwas wärmer ist heute mal besser 😉

Das zu meiner ersten Zusammenfassung über das barfuss Laufen. Ich werde hier immer mal wieder berichten, wie es barfuss weiter geht, also Reinschauen lohnt sich 🙂 … und nachmachen auch 🙂