Die Spirale dreht sich hoch

Es geht hoch und höher, schneller und schneller … oder? Ich habe das Empfinden, dass es mich in manchen Momenten fast überrollt und in Felder mitnimmt, die im Nachhinein seltsam anmuten. Oder besser, wo ich mich frage, warum das so sein sollte.

In diesen Tagen kam mir immer wieder mal die Achtsamkeit abhanden, wodurch ich mich in echt blöden und ärgerlichen Situationen wieder fand – Stichwort: Blitzer auf den Straßen und das gleich mehrmals. So etwas habe ich in den letzten 20 Jahren nicht erlebt. Es war fast, als ob ich in „meiner“ Welt unterwegs war und die andere Welt mich trotzdem in ihre „Fänge“ nahm. Ich war teils wie ausgeschalten und konnte einfach nicht reagieren. Sonst geschieht es meist, dass ich „gefahren werde“ und immer meine Beschützer und Engel dabei sind. Doch dieses Mal sollte das passieren … hm … auch wenn ich dadurch noch einmal einen Schockzustand in mir lösen konnte, ist die Art und Weise dieser Geschehen oft für den Verstand nicht nachvollziehbar.

Das war aber nur am Rande dieser Tage. Das Andere, mich Mitnehmende, ging viel tiefer. Auch hier lösten sich Schichten auf, wurde etwas in mir gerade gerückt, konnte ich Frieden schließen und mein Hier und Jetzt ganz anders wahrnehmen. Was genau sich gedreht hat, bekomme ich noch nicht klar, muss es vielleicht auch nicht. Doch das sich was gedreht hat, dass spüre ich sehr deutlich 🙂 … ein unmissverständliches Zeichen dafür ist immer, wenn ich beginne, Möbel zu rücken und etwas im Außen zu verändern 😉 … das zeigt mir dann, dass auch im Innen einiges geschieht und geschehen ist.

Die Spirale dreht sich hoch, die Energien nehmen erneut Fahrt auf, die Sommer-Sonnenwende naht. Seit Tagen spüre ich diese Flutung als starke Liebesschwingung in meinem Herzen. Ich komme schneller und leichter in meine Medi und spüre, wie die Liebe mich flutet und mich einhüllt. Das genieße ich sehr 🙂

Wichtig finde ich gerade, dass ich mein Feld immer wieder aufbaue, dass ich bei mir bin, um zu fühlen und um wahrzunehmen. Ich lerne immer wieder neu, meine Bedürfnisse zu sehen und diese zu leben. Ich übe mich darin, noch genauer hinzufühlen, was für mich richtig, also meine Wahrheit ist. Das fordert ganz schön, hat doch jeder von uns seine Wahrheit und möchte diese leben. Da kann es schon vorkommen, dass man sich verläuft und in einem anderen Feld wieder findet. Auch weil vielleicht Bilder auftauchen, wo man meint, dass passt zu den eigenen Träumen. Doch sehr oft sind diese Bilder verpackt oder nur die Eckdaten stimmen. Schaut man tiefer, passt es dann doch nicht … es ist gerade ein ständiges Hin und Her, ein Suchen und Austesten, fast wie ein Zick-Zack-Lauf, bei dem man mal hier und mal da aneckt … eine klare Linie scheint nicht da zu sein, scheint wohlgemerkt.

All das hat wohl damit zu tun, dass sich die auflösenden Felder mit den neu zu justierenden überlappen, dass Dinge gehen und Dinge kommen, dass wir uns öffnen und anderes entlassen, dass alles immer neuer wird (oder auch das Altes neu erscheint oder beleuchtet wird).

Folgendes las ich heute bei FB, danke Martina 🙂 :

Wie geht es weiter? Nährst Du es mit Deinem Gefühl, kannst Du wirklich fühlen, wie es da ist?
Und vertraust Du auf Deine Kraft, die Geduld der schrittweisen Umsetzung?
Wisse, dass immer, wenn die Ungeduld im Spiel ist, Dein Herz nicht mehr dabei ist.
Denn sonst hättest Du Freude am Erschaffen, die Freude, die die Menschen kennen, wenn etwas auf Erden Gestalt annimmt. Im Spiele des unschuldigen Kindes.
So sei im Moment, spür das Leben in Dir, das sich erfahren will. Spür Deinen Körper, Deinen Atem, Du bist Mensch und Licht zugleich. Und segne jetzt schon, was werden wird. …

Oh ja, die Ungeduld – sie ist auch eins meiner Themen. Es ist ja oft auch so, dass man einfach spürt, dass sich endlich was verändern muss und man sieht nichts, wirklich nichts. Das frustriert und man bekommt Streß, eben weil man „will“. Da fließt nichts mehr, kann ja auch nicht, denn wenn alles „zu“ ist, wird auch der Fluss blockiert. Für den Moment spüre ich das alles so deutlich, ob ich es schon leben kann oder demnächst mich daran erinnere, wenn es mal wieder „drückt“?

Es ist schon komisch, ich sehe auch jetzt keine Linie für mich, spüre aber, dass diese Veränderung der letzten Tage Bewegung bringt. Wie, wann, wohin, was … es steht wie immer in den Sternen oder verbirgt sich in den unendlichen Weiten … oder … es ist in meinem Lebensplan enthalten, der sich eben immer nur schrittweise enthüllt. Hier wünsche ich mir so manches Mal viel mehr Klarheit. Ich möchte einfach verstehen, warum was wie war und ist oder auch mal sehen können, ob der nächste Schritt auch der nächste sein soll, ohne wieder irgendwo gegen zu rennen. Vielleicht kommt auch das mal noch, wer weiß …

Jedenfalls wie immer, laufen hilft mir 🙂 … ich war seit längerem mal wieder draußen die große Runde laufen, barfuss, den Boden fühlen, den Wind einatmend, die Sonnen aufnehmend … das sind die Momente, wo noch am ehesten Klarheit oder Neues kommt 🙂

PS: Und ich freue mich immer über Wertschätzungen und Spenden und danke schon mal all Jenen, die mir diese mit liebevollem Herzen zukommen lassen ♥

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Irgendwo im Nirgendwo

Heute kann ich endlich wieder geradeaus denken 😉 … die letzten Tage waren in dieser Hinsicht sehr seltsam. Ich fühlte mich ziemlich neben der Spur, dermaßen desorientiert und überhaupt nicht wie ich. Konnte mir keine Dinge länger als ein paar Minuten merken, verwählte mich dreimal, ehe ich die richtige Nummer beim Telefonieren erwischte, kam mir vor, als hätte ich ein riesen Loch im Gehirn, es war alles weg … irgendwie und ich somit irgendwo im Nirgendwo.

Ich fühlte mich körperlich unendlich müde und hatte keine Lust, etwas zu tun … keinen Antrieb, nichts … ich schlich einfach mehr oder weniger vor mich hin. Leere, Orientierungslosigkeit, nichtwissend dazustehen, seltsame Körperempfindungen wahrnehmend, traurig … und doch erahnend, dass dies jetzt so sein sollte.

Diese „Zwischenzeit“ zwischen der Tag- und Nachtgleiche und dem Neumond nächste Woche hat es einfach in sich. Aber sie scheint auch alles neu zu ordnen. Inmitten dieser Leere, diesem Nirgendwo geschehen Dinge, die einem erst viel später bewusst werden. Bei mir war das ansatzweise heute der Fall. Die Klarheit scheint sich langsam in mir auszudehnen und neue Räume zu öffnen. Noch zögernd und häppchenweise, doch fühl- und sichtbar. Ich erkenne … staune … und wundere mich, warum ich nicht schon eher so und nur so reagiert habe.

Das ist es, was mich immer mal wieder einholt. Man meint, doch alles in einer Angelegenheit getan zu haben und hat es doch nur versucht zu tun. Ein kleines Hintertürchen blieb offen, damit … ja damit man schnell wieder in gewohnte und altbekannte Gefilde zurück gehen kann, oft automatisch, ohne es so richtig bewusst wahrzunehmen. Doch es gibt Schritte, die signalisieren: „Jetzt bin ich bereit!“. Bis man allerdings bereit ist, diese zu sehen, um sie auch gehen zu können … es dauert manchmal eben, solange, bis der richtige Zeitpunkt da ist. Und so wunderte ich mich manches Mal, warum sich nichts bewegt. Neulich las ich noch, wie würden uns immer wieder selbst blockieren. Ich glaubte nicht daran. Doch es scheint so zu sein. Oft unbewusst und unbemerkt …

Zum Glück fließt diese Klarheit jetzt mehr und mehr ein und öffnet das, was endlich sichtbar werden will. Ich darf hinschauen! Ich darf spüren, so kraftvoll und voller Elan schaffe ich Schritte, die ich bisher nicht sehen bzw. gehen konnte/wollte! Ich weiß jetzt, es geht …

Und ich selbst bin es, die die Veränderung leben muss! Niemand sonst und schon gar nicht etwas im Außen wird mich dorthin bringen, wo ich hin möchte! Noch eine dieser Lektionen erfuhr ich in den letzten Tagen. Sie zeigte mir, dass es nichts bringt, auf etwas zu warten, zu meinen, jemand kommt und „schenkt“ mir das, was ich mir wünsche. Diese Illusion löst sich gerade immer mehr auf. Alles, was an spirituellen Weisheiten und (angeblichen) Wahrheiten geschrieben und verbreitet wird, stößt bei mir immer mehr auf Zweifel und Gedanken wie „das funktioniert nicht“ … denn wenn dem so wäre, dann würden wir viele unserer Wünsche schon leben.

Ich habe im Laufe der Zeit mit einigen Menschen gesprochen. Bei fast allen zeigt sich ein ähnliches Muster: wenig Geld, Systemabhängigkeiten, Wohnungen und Orte, die nicht mehr passen, keine Menschen in der Nähe, die schwingungsmäßig übereinstimmen …

Und viele von ihnen warten … auf die Lösung globaler Dinge, auf das Grundeinkommen, auf Gemeinschaftsgründungen, auf Hilfe und Unterstützung von der geistigen Welt …

Doch was hilft uns das jetzt?

Mein Empfinden sagt mir immer mehr, wir müssen das nutzen, was gerade da ist, in den Systemen, in denen wir uns (noch) befinden, gangbare Wege finden, hier offen und neu auftreten. Wir können nur das nehmen, was da ist und schauen, wie wir daraus ein Leben kreieren, das sich Schritt für Schritt in unsere „Traumrichtung“ entwickelt. Warten hilft nicht! Nur träumen auch nicht! Hochtrabende Worte und Botschaften von sich geben erst recht nicht!

Erden, ja … erden und hier sein! Nehmen, was ist und verändern, was geht!

Ich weiß, wovon ich hier rede, denn diese Themen stehen gerade ganz oben auf meiner Liste. Und wenn ich danach gehe, was sich richtig anfühlt, dann komme ich immer wieder dahin zurück. Auch wenn ein Teil von mir wünscht, ja vielleicht auch weiß, dass ich es wert bin, ein ganz anderes Leben zu leben und dieses auch leben werde, so macht mir das zwar Mut und lässt mich immer wieder vertrauen, aber für den Moment führt das nur dazu, dass Träume nur Träume bleiben, weil Schritte nicht gegangen werden, denn man meint: … „Es fehlt ja an Geld! Die passenden Menschen sind noch nicht da! Ob der Ort passt? Ist die neue Wohnung nicht zu klein?“ … Das Bekannte ist irgendwie einfacher … und … schon sind wir wieder im Altbekannten und keinen Schritt weiter!

Ich bin jetzt dabei, mich immer wieder selbst zu erinnern und mir dieser Bewusstheit gewahr zu sein. Wie gut das jetzt wirklich klappt, werde ich sehen. Die Erkenntnisse der letzten Zeit sind jedenfalls mutmachend und bringen mich neu in die Position dessen, dass ich selbst es bin, die sich ihr Leben kreiert!

Immer wieder anders, immer wieder neu und doch sehr gewachsen im Rückblick auf all das, was ich schon lebte und erlebte 🙂

Die Vielfalt des Seins

Spürst du, wie es in dir vibriert?
Zellen werden ganz,
singen und zittern
und vollführen einen Freudentanz.

Es ist da,
dein neues Sein.
Tief in dir, verwurzelt
und kein Schein.

Es ist da,
so freudvoll, so zart
und doch auch
mächtig und stark!

Die Vielfalt des Seins,
zu fühlen in dir,
zu sehen und leben
in allem … in mir.

Gewaltig und schön,
liebevoll schwingend
und so
neue Lieder singend …

Ich fühle mich frei,
so groß wie noch nie,
mag all dies jetzt teilen
als Liebessymphonie …

Die Vielfalt des Seins,
sie zeigt uns sich jetzt,
denn Mauern, sie fallen,
nichts ist mehr besetzt.

Mir ist so nach feiern,
nach leben in Lust,
nach alles umarmen,
vorbei all der Frust …

das Abenteuer Leben,
es ruft: „Sei dabei!“
Ich öffne die Hände
und fühle mich so frei ♥